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Impfstoff kommt

Corona-Impfzentrum Mühldorf bereit: Landrat sagt bei Rundgang, dass es jetzt auf eines ankommt

Im Aufklärungsraum. Der nächste Weg führt in einen der fünf Aufklärungsräume. In ihnen besprechen Mediziner Vorerkrankungen, Auswirkungen und Folgen der Impfung. Landrat Maximilan Heimerl und Chefarzt Dr. Wolfgang Richter (hinten) demonstrieren die Beratung.
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Im Aufklärungsraum. Der nächste Weg führt in einen der fünf Aufklärungsräume. In ihnen besprechen Mediziner Vorerkrankungen, Auswirkungen und Folgen der Impfung. Landrat Maximilan Heimerl und Chefarzt Dr. Wolfgang Richter (hinten) demonstrieren die Beratung.

Die Impfungen gegen das Coronavirus im Landkreis Mühldorf können voraussichtlich noch vor Weihnachten beginnen. Das sagte Landrat Maximilian Heimerl bei einem Rundgang durch das Impfzentrum. Am 23. Dezember soll der Impfstoff kommen. Heimerl sagte bei dem Rundgang auch, wer zuerst geimpft wird.

Mühldorf – Der alte DM-Markt in Mühldorf Süd hat sich in eine riesige Arztpraxis verwandelt, er beherbergt jetzt das Impfzentrum in Mühldorf. Dort soll ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie gegangen werden. Ein halbes Dutzend Wartebereiche, fünf Aufklärungs- und zwei Impfzimmer, ein Empfang und ein Notfallbereich.

Messebauer haben Wände aufgestellt, Räume geschaffen, Stühle und Tische bereitgestellt. Bis auf Kleinigkeiten sei alles vorbereitet, sagt Landrat Maximilian Heimerl. „So können und müssen wir über die Feiertage mit dem Impfen beginnen.“

Aus Drogeriemarkt wurde Arztpraxis

Heimerl stimmt diese Entwicklung zuversichtlich. Er sagt: „Dann ist Licht am Ende des Tunnels.“ Gleichzeitig richtet er einen fast dramatischen Appell an die Menschen im Landkreis: „Lassen Sie sich impfen. Je mehr sich impfen lassen, desto schneller ist der Spuk vorbei.“ Denn der Kampf gegen das Corona-Virus entscheide sich an der Impfbereitschaft der Menschen. Deshalb sei es jetzt wichtig, dass sich möglichst bald möglichst viele Menschen melden.

An der Anmeldung. Bei BRK Mitarbeiterinner wie Teamleiterin Katja Melzer melden sich Impfwillige nach vorheriger Terminvereinbarung an. Die Kosten für die Impfung trägt für alle der Freistaat, trotzdem sollen Kunden ihre Krankenkarte mitbringen. Honervogt

Mobile Impfteams fahren in die Altenheime

Zwei mobile Impfteams sollen sofort mit der Arbeit beginnen, wenn der Impfstoff da ist. Je drei Mitarbeiter von Malteser Hilfsdienst und DLRG fahren Alten- und Pflegeheime an, und kümmern sich um Bewohner und Mitarbeiter. Die Klinik impft ihre Mitarbeiter natürlich selbst.

Die ersten Besucher des Impfzentrums waren Medienvertreter. Landrat Maximilian Heimerl erläuterte ihnen die Abläufe.

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Menschen über 80 Jahre würden angeschrieben, sie sollen sich möglichst bald telefonisch melden. Eine Terminvergabe sei heute zwar noch nicht möglich, würde dann aber von den Mitarbeitern im Impfzentrum schnell nachgeholt. Mehr konnte Heimerl noch nicht sagen, weil es noch keinen offiziellen Impfplan der Bundesregierung gibt, der sagt, wer nach den älteren Menschen geimpft werden soll.

Allergien, Impfschock, Impfzwang: Neben der Freude über die neuen Impfstoffe gibt es auch Skepsis. Eins stellen Heimerl und Dr. Wolfgang Richter, Ärztlicher Vorstand des Inn-Klinikums, klar: einen Impfzwang gibt es nicht, auch nicht für Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen. „Das wäre nicht klug und nicht durchsetzbar“, betont Heimerl.

Besuch im Impfzentrum dauert ohne Wartezeit eine halbe Stunde

Damit jeder genau weiß, auf was er sich einlässt, steht am Beginn der Impfung eine ausführliche Beratung. Im gut halbstündigen Besuch des Impfzentrums steht für das Gespräch mit einem Arzt die meiste Zeit zur Verfügung. „Wer Symptome irgendeiner Krankheit hat, wer eine schwere Autoimmunkrankheit hat, wer schwanger oder unter 16 Jahren ist, kann sich nicht impfen lassen“, sagt Richter.

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Im Wartebereich. In verschiedenen, abgetrennten Bereichen warten die Besucher auf den nächsten Schritt. Dort gilt natürlich Maskenpflicht, es stehen Handdesinfektionsgeräte bereit. Die Sitze garantieren den Mindestabstand.

Alle anderen müssten mit einer leichten Reaktion des Körpers rechnen, wie nach eine Grippeimpfung auch: Erhöhte Temperatur, leichte Gliederschmerzen, Schnupfen oder Husten sind möglich. Laut Richter kommt zunächst Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer zum Einsatz, später der von Moderna.

Zweite Impfung nach drei Wochen notwendig

Entscheidend für den Impferfolg sei eine Wiederholung der Impfung nach etwa drei Wochen. Gut sieben Tage danach schützt der Impfstoff vor Corona.

Die Bereitstellung des Impfzentrums hat den Landkreis vor eine große Herausforderung gestellt, die laut Heimerl nur gemeinsam mit der Klinik und den Hilfsdiensten zu leisten gewesen wären. 30 bis 40 Mitarbeiter sind laut Heimerl nötig, damit das Impfzentrum an sieben Tagen in der Woche betrieben werden kann. Vier Ärzte, vier medizinische Fachangestellte und Verwaltungsmitarbeiter sind nötig, um das Zentrum zu betreiben.

Im Impfzimmer. Landratssprecherin Karin Huber hat auf dem Stuhl in einem der beiden Impfzimmer Platz genommen, auf dem die Impfung von medizinischen Fachpersonal durchgeführt wird. Wer möchte, kann sich natürlich auch auf der bereitgestellten Liege hinlegen.

Pensionierte Klinik-Ärzte leiten das Impfzentrum

Die Verwaltung übernimmt das Rote Kreuz, die meisten Mitarbeiter kommen aus der Klinik, später sollen auch niedergelassene Ärzte helfen. Die Leitung haben mit Dr. Timm Bittner und Dr. Thomas Miebs zwei pensionierte Klinikärzte. Chefarzt Richter versichert: „Pflegepersonal ist nicht im Einsatz.“ Denn Pflegerinnen brauchen das Krankenhaus im Kampf gegen die Pandemie.

Im Notfallraum. Wie nach jeder Impfung besteht die Möglichkeit eines allergischen Schocks. Deshalb müssen Besucher eine Viertelstunde warten, bevor sie wieder gehen dürfen. Für Notfälle steht ein Rettungssanitäter bereit, er hat unter anderem einen Defibrillator zur Verfügung.

Nur mit Anmeldung

Das Impfzentrum des Landkreises liegt an der Mainstraße 1a in Mühldorf. Anmeldung unter 0 86 31/ 18 60 90.

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