AOK-Krankenhausreport 2014

Ärztlicher Direktor weist Vorwürfe der AOK zurück

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Mühldorf - 19.000 Tote durch Behandlungsfehler pro Jahr: Mit ihrem Krankenhausreport hat die AOK vor knapp einem Monat schockiert. Mühldorfs Ärztlicher Direktor kritisiert diese Studie jetzt massiv.

Am 21. Januar veröffentlichte die AOK ihren Krankenhausreport 2014 und stieß damit eine hitzige Diskussion an, denn demnach sollen pro Jahr mehr Menschen durch Behandlungsfehler umkommen als im Straßenverkehr. Die AOK spricht von 19.000 Menschen pro Jahr. Mühldorfs Ärztlicher Direktor Dr. Wolfgang Richter reagierte nun auf die Studie und kritisierte die Zahlen und Schlussfolgerungen der AOK massiv.

Laut Mühldorfer Anzeiger spreche Richter von einer Kampagne und "gefährlicher Stimmungsmache", die undifferenziert mit Zahlen aus dem Jahr 2007 arbeite, und sie auf heute hochgerechnet habe. Dem halte Richter das Qualitätsmanagement entgegen, mit dem die Kreiskliniken auf die kritisierten Punkte seit Jahren reagiert hätten.

Bei der allgemeinen Todesrate liege das Krankenhaus Mühldorf im bundesweiten Vergleich mit 2,5 Prozent Sterblichkeit im Mittelfeld, so Richter gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger. Ein Grund für diese Quote sei der hohe Anteil alter Patienten, die in Häusern der Grundversorgung behandelt würden. Im Operationbereich sehen die Zahlen laut Richter deutlich besser aus: Mit 1,5 Prozent Sterberate liege Mühldorf in der unteren Hälfte aller deutschen Krankenhäuser mit bis zu 400 Betten.

Die vergleichsweise guten Zahlen entspringen laut Richter einem Managementsystem zur Fehlervermeidung. Mit verschiedenen Maßnahmen hätten die Kreiskliniken die Sicherheit von Patienten in den vergangenen Jahren erhöht.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie im Mühldorfer Anzeiger sowie auf ovb-online.de.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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