Altenheim „Sonnengarten“ in Mühldorf von Virus gebeutelt

36 Personen infiziert, fünf tot: Corona-Ausbruch in Seniorenheim beschäftigt Behörden

Corona-Ausbruch
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Ein Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Mühldorf beschäftigt die Behörden.

Wie am Dienstag (2. Februar) bekannt wurde, ist es im Altenheim „Sonnengarten“ zu einem Ausbruchsgeschehen gekommen. 26 Bewohner sowie zehn Mitarbeiter des Seniorenheims wurde in Folge einer Reihentestung positiv getestet. Fünf Personen sind mit oder am Coronavirus verstorben.

Mühldorf - Ein weiterer Corona-Ausbruch in einem Altenheim schockiert die Region: In Mühldorf wurden insgesamt 36 Personen infiziert, fünf starben an oder mit dem Coronavirus. Im Gespräch mit innsalzach24.de nimmt die Pressesprecherin der Landratsamtes Mühldorf, Simone Kopf, Stellung zu dem Vorfall und spricht über die weitere Vorgehensweise.


innsalzach24.de: Frau Knopf, wann kam es zum Ausbruchsgeschehen? Wie wurde das Virus eingetragen?

Simone Kopf: Mitte Januar wurde ein erster positiver Fall eines Bewohners bekannt. Daraufhin hat das Gesundheitsamt eine Reihentestung veranlasst. Nachdem weitere einzelne Fälle aufgetreten sind, wurden weitere Reihentestungen durchgeführt.


Wie viele Personen sind infiziert (Bewohner/Mitarbeiter)? Kam es zu Todesfällen? Wenn ja, wie viele Personen sind in Folge der Infektion verstorben?

Insgesamt 26 Bewohner und 10 Mitarbeiter des Seniorenheims „Sonnengarten“ in Mühldorf wurden nach mehreren Reihentestungen durch das Gesundheitsamt bis einschließlich vergangenes Wochenende positiv getestet. 5 Personen sind mit oder am Corona-Virus verstorben.

Befindet sich das Heim unter Quarantäne?

Zwei Wohnbereiche befinden sich unter Quarantäne.

Wie wurde die Versorgung der Bewohner sichergestellt? Wer übernimmt diese?

Die Versorgung der Bewohner ist sichergestellt. Momentan steht ausreichend Personal zur Verfügung.

Wurden die Bewohner/Mitarbeiter bereits geimpft? Ist es zutreffend, dass es zu Todesfällen nach Impfungen kam?

Ein Großteil der Bewohner sowie ein Teil der Mitarbeiter sind geimpft. Zum Zeitpunkt der Erkrankungen war der Schutz durch die Impfung noch nicht aufgebaut, der volle Impfschutz besteht in der Regel eine Woche nach der 2. Impfung. 

Die Zweitimpfung fand am 24. Januar statt. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und einem der Todesfälle ist nicht bekannt. 

Wurde bei einer der infizierten Personen eine Mutation des Erregers nachgewiesen? Wenn ja, bei wie vielen Personen bzw. um welche Mutante handelt es sich? 

Es sind keine Mutationen nachgewiesen worden.

Wie ist die weitere Vorgangsweise?

Das Gesundheitsamt ist in täglichem persönlichem Kontakt mit der Einrichtung. Darüber hinaus waren auch Experten der Taskforce des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vor Ort. Es werden weiterhin wöchentliche Reihentestungen durchgeführt.

Frau Kopf, Vielen Dank für das Interview.

dp

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