Herausforderung Sonnenstrom

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Ein Problem der Energiewende ist der Ausbau der Stromnetze. Netzbetreiber in der Region investieren viel Geld, um vor allem Fotovoltaikanlagen anzuschließen. Neue Leitungen lösen die Probleme allein aber nicht.

Mühldorf - Wer seinen Solarstrom in das öffentliche Netzt gibt, belastet im Landkreis zunehmend die alten Stromleitungen. Stadtwerke und Eon stehen dadurch vor einem Kostenproblem.

Die Kosten für die örtlichen Netzbetreiber zum Anschluss von Fotovoltaikanlagen in der Region sind sehr hoch. Das haben die Stadtwerke Mühldorf und Eon jetzt übereinstimmend mitgeteilt.

Die Physik stellt die Netzbetreiber vor große Herausforderungen: Führten bislang zu Häusern und Bauernhöfen normale Leitungen die nach Angaben von Stadtwerkechef Stephan Rösner fünf Kilowattstunden für den normalen Verbrauch transportieren mussten, kommen jetzt plötzlich 30 Kilowattstunden vor allem aus Fotovoltaikanlagen zurück. Zu viel für eine normale Leitung.

Dei Konsequenzen: Rund 2500 Anträge auf neue Anschlüsse vor allem für Fotovoltaikanlagen gingen voriges Jahr allein beim Eon-Netzcenter Ampfing ein, trotz der drastischen Kürzung der Einspeisevergütung prognostiziert das Unternehmen bis Jahresende etwa 2000 Anträge. Allein um diese Sonnenstromanlagen in das Netz im Landkreis einzubinden, nimmt das Eon Netzcenter Ampfing heuer 1,3 Millionen Euro in die Hand. Für die Stadtwerke Mühldorf, die neben der Kreisstadt auch Winhöring versorgen, fallen 200 000 Euro an. Neben den Kosten trifft die Netzbetreiber ein weiteres Problem: Die dezentralisierte Stromeinspeisung macht den weiteren Ausbau nur schwer planbar macht. Nach Angaben seines Stadtwerkekollegen Rösners gab es im Versorgungsgebiet seines Unternehmens im Jahr 2000 acht Fotovoltaikanlagen, heute sind es 842.

Die erzeugte Strommenge stieg von 67 Kilowattstunden auf über 18 000. Christian Nagel, Mitglied der Geschäftsleitung von Eon Bayern, spricht deshalb von einem Wandel vom Versorgungs- zum Umverteilungsnetz, das Strom in zwei Richtungen transportieren können muss: Zu den Häusern und von den Häusern weg. Das stelle Netzbetreiber vor eine große Herausforderung, Eon will das Problem „intelligenter lösen als mit zusätzlichen Leitungen“.

Lesen Sie mehr am morgigen Freitag im Mühldorfer Anzeiger

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