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Die besten Chancen eröffnen

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„Wir wollen Qualität erzeugen und einen attraktiven Weg zu einer anständigen Berufsausbildung bieten und so die besten Chancen eröffnen“: Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber überreicht den Schulleitern Irmhild Philipp und Franz Grieser die Ernennungsurkunden zur Mittelschule Ampfing und Buchbach.

Mühldorf/München - Alle Hauptschulen im Landkreis Mühldorf dürfen ab sofort den Titel "Mittelschule" führen. Stellvertretend erhielten ihn die Hauptschulen Buchbach und Ampfing bei einem Festakt in der Staatskanzlei.

Für 2434 Hauptschüler im Landkreis beginnt eine neue Zeit: Sie besuchen eine Mittelschule.

Während in Bayern heute zwei Drittel aller Hauptschulen als Mittelschulen den Unterricht aufnehmen, sind es im Landkreis 100 Prozent. Alle Hauptschulen haben sich zu Mittelschulverbünden zusammengeschlossen, um gemeinsam die Kriterien für die Mittelschule zu erfüllen. Der Landkreis Mühldorf spielte in dem Prozess, der gestern in München für viele Schulen ein vorläufiges Ende fand von Anfang an eine wichtige Rolle. Hier begannen die sogenannten Dialogforen zwischen Kommunen, Schulen und Behörden; hier gibt es zahlreiche Vorhaben zur Hauptschulentwicklung, die Vorbildcharakter haben. Immer beteiligt: Die Hauptschule Ampfing. So war es keine Überraschung, dass das Schulamt die Schule Ampfing und Verbundpartner Buchbach ausgewählt hat, zusammen mit sieben weiteren Mittelschulverbünden, die Ernennungsurkunden in Empfang zu nehmen.

Festakt Mittelschule

Kultusminister Ludwig Spaenle machte bei dem Festakt klar, dass die Mittelschule die inhaltliche Antwort des Freistaats auf den Rückgang der Schülerzahlen sei. „Wir haben uns für die Wohnortnähe von Hauptschulen und die gleichzeitige individuelle Förderung entschieden.“ Spaenle schloss allerdings die Schließung kleinerer Schulen nicht aus. Die Mittelschule, betonte der Kultusminister, habe die Förderung der Jugendlichen und ihrer Fähigkeiten durch ein differenziertes Konzept zum Ziel, dass von theorieschwächeren Praxisklassen bis zur Mittleren Reife als Einstieg in eine spätere Hochschulbildung reiche. „Wir machen mit dem Mittelschulkonzept ein zukunftsfestes und zukunftsöffnendes Angebot.“

Dieses Angebot ist in den Landkreisschulen durchorganisiert, betonte Schulamtsleiter Paul Schönstetter. Neben Buchbach und Ampfing bieten die beiden Waldkraiburger Hauptschulen einen Verbund, Gars zusammen mit Haag und Mühldorf mit Neumarkt-St. Veit. Lediglich Polling hat die Möglichkeit genutzt, sich außerhalb des Landkreises zu orientieren und Tüßling angeschlossen. Für die Schüler in Ampfing und Buchbach ändert sich mit dem heutigen Tag wenig, erzählten die Schulleiter Irmhild Philipp und Franz Grieser. Bereits in der Vergangenheit arbeiteten beide Schulen zusammen, künftig müssen Buchbacher Schüler, die ein spezielles praktisches Fach erlernen wollen, an einem Vormittag für zwei Stunden nach Ampfing fahren. Da Buchbach lediglich in der sechsten Klasse ein festes Ganztagesangebot machen kann, müssen auch Fünft- und Siebtklässler nach Ampfing fahren, die den ganzen Tag Betreuung wünschen.

Ampfings Rektor Griesser macht aber weitere Aufgaben aus. So sollen sich in der nächsten Zeit die Lehrer beider besser kennen lernen, um die Angebote und Methoden besser aufeinander abstimmen zu können. Die starke Berufsorientierung und Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, individuelle Förderung und Ganztagsangebote, Praxisangebote und soziales Lernen, dazu Abschlüsse für Praxisschüler, den normalen und qualifizierten Hauptschulabschluss und die Mittlere Reife soll die Mittelschule bieten. Für Ministerpräsident Horst Seehofer ein weiterer Baustein im bayerischen Schulsystem, das vor allem einem Kriterium gerecht wird: Der differenzierten Förderung von Schülern durch differenzierte Angebote. „Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Angebote“, sprach er sich dezidiert für ein „differenziertes Schulsystem“ wie das bayerische aus. „Die Bürger wollen keine Einheitsschule“, sagte Seehofer und forderte: „Leistungsanspruch statt Nivellierung.“

hon/Mühldorfer Anzeiger

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