Mitbestimmen beim Mobilfunk

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Mühldorf - Gerüchten zufolge soll in Mößling ein zweiter Mobilfunkmast aufgestellt werden. Die Mößlinger Bürger haben sich darum mit einem Bürgerantrag auf den Weg ins Mühldorfer Rathaus gemacht. ++Video++

Über 300 Unterschriften haben Karin Kraus, Erika Denkl, Christan Erdösi, Notburga Prieschl und Reinhard Retzer aus Mößling gesammelt, um den Bürgersntrag für ein Standortgutachten stellen zu dürfen. „Wir hätten nur 177 gebraucht. Über 300 Menschen aus Mößling sind aber für dieses Gutachten“, meint Erika Denkl.

Im Juli ist bereits ein Mobilfunkmast in Mößling aufgestellt worden, ohne dass die Bürger vorher informiert worden wären. Mit Plakaten zeigten die Familien Erdösi und Denkl ihren Ärger darüber und kämpften für die Abschaffung des Masten. „Leider hatten wir keine Chance, weil ein Mast unter zehn Meter Höhe nicht genehmigt werden muss“, sagt Christian Erdösi.

Jetzt soll angeblich ein zweiter Mast folgen. Wenn sie schon nichts dagegen tun können, wollen die Mößlinger Bürger wenigstens mitbestimmen, wo dieser zweite Mast platziert werden soll. Dafür muss aber ein Standortgutachten der Stadt Mühldorf her.

„Ich werde den Antrag weiterleiten, weiß aber nicht, ob er genehmigt wird“, erklärt Mühldorfs Zweiter Bürgermeister Paul Schwarz.

Ca. drei Wochen müssen sich die Mößlinger jetzt gedulden. „Das dauert alles so lange. Bis dahin ist wahrscheinlich schon der dritte Mast aufgestellt“, meint Notburga Prieschl. Hoffnung haben die Gegner der Mobilfunkmasten trotzdem: „Wir werden sehen, was passiert.“

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Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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