Bahnausbau: 50 Millionen aus Europa

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Ein zweites Gleis - der Wunsch einer ganzen Region.

Mühldorf - Die Staatsregierung bekennt sich zum Ausbau der Bahnstrecke München - Mühldorfer - Freilassing, dies gab ein Vertreter des Wirtschaftsministerium bekannt. Außerdem winken 50 Millionen Euro von der EU.

Lesen Sie hier den Bericht des Mühldorfer Anzeigers vom Samstag:

50 Millionen für Bahnplanung

Ein klares Bekenntnis der Staatsregierung zum Ausbau der Bahnstrecke gab ein Vertreter bei der gestrigen Verbandesversammlung des "Regionalen Planungsverbandes" im Stadtsaal ab. Zugleich bestätigte Hans Peter Göttler vom Wirtschaftsministerium, dass die Europäische Union 50 Millionen Euro für die Planung des Bahnausbaus zur Verfügung stelle. Das hatte Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber vorgestern angekündigt (wir berichteten).

Damit kann die gesamte Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing durchgehend geplant werden. Göttler machte vor den Vetretern der Landkreise Altötting, Berchtesgandener Land, Mühldorf, Rosenheim und Traunstein deutlich, dass die geplanten Maßnahmen zum Flughafenausbau und der Eeschließung der Region als Gesamtkonzept zu sehen seinen: "Der Ausbau ist fester Bestandteil dieses Konzepts und genießt höchste Priorität. Es ist nicht vorgesehen, diese Maßnahme zurückzustufen oder sie gegen andere auszuspielen. Diese Strecke ist wie die Walpertskirchner Spange und der Erdinger Ringschluss zentraler Bestandteil des Konzepts."

Landrat Georg Huber forderte, dass die gesamte Region geschlossen hinter der Ausbaumaßnahme stehe. Bürgermeister Günther Knoblauch erwartet vom Wirtschaftsministerium, den Anschluss an die Tauernbahn schnell zu realisieren. "Das ist die Chance für unseren Wirtschaftsraum."

Planungsverbands-Vorsitzender Hermann Steinmaßl, Landrat des Landkreises Traunstein, stellte heraus, dass es im Bereich der Schienenanbindung einen deutlichen Investitionsbedarf gebe. "Wir brauchen eine gesamtregionale Abstimmung bei den Verkehrsmaßnahmen zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Region und eine Aufwertung der Standortattraktivität und Erreichbarkeit der Region durch eine verbesserte Schienenverkehrsanbindung, sowohl überregional als auch innerhalb der Region."

Hintergrund der Überlegungen ist die Umleitung des Bahnverkehrs von der Rosenheimer Strecke auf die Mühldorfer Strecke. "Im Inntal werden Verbesserungen durchgeführt werden, doch hat die Bahn für diesen Bereich bisher keine konkreten Pläne vorgelegt. Wie Sie wissen, sind die öffentlichen Mittel endlich. Zwei neue können nicht finanziert werden", sagte Göttler.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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