Million für glückliche Mieter

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"Das schaut doch aus wie eine Villa": Gertrud Fegg freut sich über ihre neue Wohnung und erzählt das Kreiswohnbau-Geschäftsführer Weigand (links) und Aufsichtsratschef Knoblauch auf der Terrasse vor ihrem Wohnzimmer.

Mühldorf - Die Sanierung der Häuser der Kreiswohnbau geht weiter. Mit dem Wiedereinzug der Bewohner in der Wohnanlage Leitenfeld stehen jetzt die ersten von 24 Wohnungen wieder zur Verfügung.

Gertrud Fegg ist eine der ersten, die in die neuen Wohnungen einziehen durften. Der 89-Jährigen ist keine Trauer über den Abschied von ihrer alten Wohnung und dem Umzug anzumerken. 20 Jahre wohnte sie unter der Hausnummer zwölf, jetzt öffnet sie die Tür im Haus Nummer drei und sagt strahlend: "Ich hätte nicht gedacht das es so schön wird. So vornehm wollte ich es gar nicht."

Bis vor wenigen Wochen musste sie Holz aus der Garage ins Haus schleppen, um einen Kachelofen anzuheizen, warmes Wasser gab es nur, wenn sie den Boiler einschaltete: "Und jetzt habe ich den ganzen Tag warmes Wasser und die Wohnung ist auch immer warm."

Worüber Gertrud Fegg schwärmt, sind für Kreiswohnbaugeschäftsführer Franz Josef Weigand wohnungswirtschaftliche Vorgänge, die er mit energetischer Optimierung der Gebäudehülle, Neuinstallation der Haustechnik oder Einbau einer hocheffizienten Heizanlage samt Solarzellen beschreibt. 1,6 Millionen Euro hat sein Unternehmen in die Hand genommen, um 24 Wohnungen im Leitenfeld auf den heutigen Stand zu bringen samt besserem Grundriss, Zentralheizung, größeren Balkonen und modernen Bädern. Die Aufträge für den Umbau seien zum größten Teil an heimische Firmen gegangen, erklärt Weigand, der die Kreiswohnbau seit dem Sommer leitet. Zuschüsse gab es von der Regierung von Oberbayern.

Mit der Wohnanlage Leitenfeld ist der größte Teil der 433 Wohnungen der Kreiswohnbau im Landkreis saniert, gut 60 sind noch im alten Zustand. Aufsichtsratsvorsitzender Günther Knoblauch verspricht, dass das Renovierungsprogramm der letzten Jahre weitergehen wird. "Wir legen unseren Schwerpunkt auf die Sanierung."

Der Neubau von preiswerten Wohnungen - im sanierten Leitenfeld zahlen Bewohner 3,90 Euro Miete pro Quadratmeter - ist dagegen derzeit eher auf Eis gelegt. Aber Knoblauch geht davon aus, dass es wieder mehr Bedarf an preiswerten Mietwohnungen geben wird. Private Investoren, sagt Mühldorfs Bürgermeister, hätten sich aus dem Mietwohnungsbau fast komplett zurück- gezogen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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