Mietkostenzuschuss statt Förderung

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Mühldorf - Die Stadt beteiligt sich nicht an den laufenden Kosten des Rotkreuzshops. Das hat der Finanzausschuss jetzt beschlossen.

Das Rote Kreuz (BRK) hatte zur Finanzierung des BRK-Shops für Bedürftige in Mühldorf um einen Zuschuss von 31 Cent je Einwohner, also um gut 5000 Euro gebeten. Durch die Entsorgung abgelaufener Lebensmittel oder Transporte entstehen der Organisation nach eigenen Angaben hohe Kosten, die nicht gedeckt sind.

Obwohl Bürgermeister Günther Knoblauch von einer "sehr sinnvollen Einrichtung" sprach, nannte er die Beteiligung an der Finanzierung des Shops eine "artfremde Aufgabe". Die Stadt sei weder für soziale Fragen noch für Müllentsorgung zuständig und leiste ihren Beitrag an diesen Aufgaben durch die Kreisumlage.

In Waldkraiburg schießt die Stadt laut Knoblauch zum dortigen BRK-Shop 7000 Euro zu, Neumarkt-St. Veit gibt der Einrichtung in Neumarkt 1500 Euro Mietzuschuss. Auf Anregung von Max Oelmaier (FM) beschloss der Ausschuss ebenfalls einen Mietkostenzuschuss in Höhe von 2000 Euro, der dem BRK einmalig gewährt werden solle.

31 Cent pro Einwohner, gekürzt um 20 Prozent, gewährt die Stadt Zuschuss für ein neues Einsatzleitfahrzeug für Sanitäter. Das BRK hatte den Zuschuss für das vergangene Jahr erbeten, er unterliegt damit der 20-prozentigen Kürzung, die alle freiwilligen Leistungen der Stadt 2009 traf. Hintergrund beider Zuschüsse ist die bisherige Beteiligung der Stadt in Höhe von 31 Cent je Einwohner am Notarztfahrzeug der Roten Kreuzes. Diese Beteiligung ist laut Bürgermeister Knoblauch nicht mehr nötig.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © re

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