Illegaler Müll im Mettenheimer Hart

Wer sammelt zuerst so viele Kippen und entsorgt sie dann im Wald?

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Mettenheim - Einen ganzen Sack voller Zigarettenstummel hat ein Spaziergänger im Mettenheimer Hart gefunden. Es ist nicht der erste Müll, der dort illegal entsorgt wird.

Im Mettenheimer Hart ist erneut Müll illegal entsorgt worden. "Wir haben schon viel gesehen, aber ein ganzer Sack voller Zigarettenkippen ist auch für uns neu", schreibt ein Leser an unsere Redaktion. "Vielleicht hat jemand etwas gesehen oder kann sich vorstellen, wer zuerst so viele Kippen sammelt und dann im Wald entsorgt."

Zuständig ist das Landratsamt Mühldorf am Inn. Dort ist der aktuelle Fall bis zur Anfrage unserer Redaktion jedoch nicht bekannt gewesen. Jedoch ist die Sache mit dem Müll im Wald nichts Neues für die Zuständigen beim Landratsamt.

An rund 240 Tagen im Jahr

Im Durchschnitt zählt der Landkreis Mühldorf am Inn eine widerrechtliche Abfallablagerung pro Werktag. In Summe sind das im Durchschnitt 240 wilde Abfallablagerungen, die pro Jahr gezählt beziehungsweise entdeckt werden, erklärt Sprecherin Sandra Schließlberger vom Landratsamt in Mühldorf.

Wie viel Müll genau anfällt, ist schwer zu sagen. Inklusive der 240 wilden Müllablagerungen fallen monatlich rund 2,8 Tonnen Abfall bei den Wertstoffinseln an, die dann größtenteils nicht zugeordnet werden können. Auf die Jahre gesehen bleibt die Menge verhältnismäßig konstant und somit gleich.

Grundstückseigentümer müssen Müll entsorgen

Wird eine solche Müllablagerung entdeckt, wird zuerst der Eigentümer des Fundortes - also der Grundstückseigentümer - ermittelt. Im Anschluss wird der ermittelte Eigentümer aufgefordert, die Abfallablagerung fachgerecht zu entsorgen, erläutert Sandra Schließlberger das Vorgehen. Befindet sich der Fundort auf öffentlichem Grund, wird der Abfall durch das Landratsamt Mühldorf am Inn beziehungsweise Dritte im Auftrag des Landkreises fachgerecht entsorgt.

Mitten im Mettenheimer Hart wurde dieser Sack mit Zigarettenstummeln entsorgt.

Bevor der Müll abtransportiert wird, suchen die Zuständigen den Bereich nach Hinweisen auf den Eigentümer des Mülls ab. "Dabei spielen Briefe, Kontoauszüge oder ähnliche Hinweise eine herausragende Rolle", sagt Sandra Schließlberger. "Mittels Verwarngeld- oder Bußgeldverfahrens werden die Kosten der Entsorgung dem Verursacher in Rechnung gestellt."

Landratsamt bittet um Mithilfe

Das Landratsamt ist auch immer dankbar für Mithilfe. Hinweise auf wilde Abfallablagerungen und den oder die Verursacher können direkt an die E-Mail-Adresse abfallwirtschaft@lra-mue.de oder telefonisch unter 08631/699744 gemeldet werden.

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