Mühldorfer Kreis-CSU wählte

Heimerl mit deutlichem Ergebnis zu Landrats-Kandidat bestimmt

Maximilian Heimerl setzte sich als Landrats-Kandidat der CSU durch. Von JU-Vorsitzender Stephanie Pollmann (rechts von ihm) bekam er symbolische Boxhandschuhe für den Wahlkampf überreicht.
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Mettenheim - Am Montagabend wurde im Kreuzer-Wirt mit deutlicher Mehrheit der Neumarkter Stadtrat Maximilian Heimerl zum Landrats-Kandidaten der CSU bei der Kommunalwahl 2020 gewählt. 

Als Heimerls Wahlergebnis, er erhielt 118 von 180 Stimmen, verkündet wurde, brach enormer Jubel im Saal aus. Seine Mitbewerber Ulrich Niederschweiberer und Alfred Lantenhammer erhielten dagegen nur 51 beziehungsweise 10 Stimmen. Darüber hinaus gab es noch eine "Nein"-Stimme.

"Ich gratuliere natürlich Max Heimerl zu diesem riesigen Erfolg. Er hat einfach die Delegierten und die CSU im Kreis Mühldorf hinter sich. Ich hoffe, dass er dann auch Landrat wird", gratulierte ihm Lantenhammer. Dem stimmte auch Ulrich Niederschweiberer bei. Das deutliche Ergebnis sei wichtig gewesen. Auch seine Unterstützung sei Heimerl sicher. "Das war jetzt natürlich erst die erste Etappe", betonte Heimerl wiederum. "Jetzt geht's dann erst richtig los, wir müssen den Wahlkampf vorbereiten." 

CSU betont Transparenz der Kandidatenwahl

Landrat Georg Huber (CSU) wird bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr nicht wieder antreten. Die Entscheidung über seinen Nachfolger-Kandidaten war bei der Kreis-CSU bisher aber noch nicht gefallen.

Wie auch schon Landrat Huber, der an diesem Abend nicht anwesend sein konnte, betonte auch CSU-Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber (MdL), dass bei der Wahl besonders auf Transparenz geachtet worden sei. Es habe keine Vorschläge von oben gegeben, die dann durchgewunken würden. Stattdessen seien die einzelnen Ortsverbände um Vorschläge gebeten worden. Dann hätten sich die drei daraus hervorgegangenen Bewerber wiederum den Ortsverbänden auf mehreren Veranstaltungen vorgestellt. Zudem erfolge die Wahl des Kandidaten durch die Delegierten dann geheim und mit genauer Aufsicht. 

Bilder von der Wahl von Maximilian Heimerl

Die drei Kandidaten erhielten dann noch einmal die Gelegenheit, sich den Delegierten in kurzen Vorträgen ein letztes Mal vorzustellen. Alle drei verwiesen dabei auf ihre Erfahrungen in ihren bisherigen Ämtern und Funktionen. Niederschweiberer als Bauernverbands-Kreisobmann, Landwirt und Stadtrat. Lantenhammer als Landwirt, Schönberger Bürgermeister und Stellvertretender Landrat. Sowie Heimerl als Leiter des Beruflichen Schulzentrums in Mühldorf sowie als Persönlicher Referent des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus und war Referatsleiter in der Bayerischen Staatskanzlei für Grundsatzfragen, Regierungsplanung und Regierungserklärungen.

Lantenhammer mit Attacken gegen Grüne

Lantenhammer fuhr zudem erste Wahlkampf-Attacken auf Freie Wähler und Grüne. Letztere hatte er besonders im Visier. Sie hätten sich als "Wölfe im Schafspelz" herausgestellt, deren Positionen unvereinbar mit denen der CSU seien. Natürlich müssten auch sie einen Platz im Kreistag haben aber nur "als kleines Rudel". Heimerl wiederum zeigte eine große Bandbreite an Positionen. Dabei lobte er einerseits die Schüler die bei den "Fridays for Future" demonstrieren "solange das nicht zu Schulschwänzen führt" und beharrte, mit Verweis auf die christlichen Wurzeln, andererseits darauf, dass Kreuze weiterhin in Klassenzimmern hängen müssten. 

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