Trotz Widerstand durch Gemeinde

Genehmigt: Fliegl-Gebäude wird Asyl-Unterkunft

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In der Sitzung des Gemeinderats im November sprach sich das Gremium erneut gegen die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft aus. Die Gründe:

Mettenheim - Trotz des heftigen Widerstands durch die Gemeinde werden in einem ehemaligen Möbelhaus in Mettenheim bald Asylbewerber einziehen. Diese Entscheidung gab das Landratsamt nun bekannt:

Das Landratsamt Mühldorf teilt mit, dass die Genehmigung zur Nutzungsänderung des ehemaligen "Fliegl-Gebäudes" in Mettenheim zur Unterbringung von Asylbewerbern erteilt und am Freitag, 6. November 2015, an Gemeinde, Bauherren und Nachbarn, versandt wurde.

Entgegen der seitens Bürgermeister Stefan Schalk geäußerten Bedenken zur Art und Weise der dortigen Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern steht nach umfassender Prüfung des Antrags durch das Landratsamt Mühldorf zukünftig untergebrachten Flüchtlingen ausreichend Platz zur Verfügung. "Die Vorwürfe einer menschenunwürdigen Unterbringung von Asylbewerbern im Fliegl-Gebäude, die der Behörde zuletzt öffentlich von Seiten der Gemeinde Mettenheim vorgeworfen wurde, sind somit nicht gegeben", so Landrat Georg Huber.

Dem Landrat ist es ein wichtiges Anliegen, eine Belegung von Turnhallen und öffentlichen Gebäuden unbedingt zu vermeiden und dem Landkreis zugewiesene Asylbewerberinnen und Asylbewerber menschenwürdig unterzubringen. "Dies kann jedoch nur gelingen, wenn sich alle 31 Städte, Märkte und Gemeinden sowie die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Mühldorf solidarisch aktiv an der Suche nach geeigneten Unterkünften beteiligen und solche zur Verfügung stellen“, erklärt Huber.

Aktuell leben rund 1.100 Asylbewerberinnen und Asylbewerber im Landkreis Mühldorf, bis Ende des Jahres erwartet der Landkreis insgesamt rund 1.800. Geeignete Gebäude und Grundstücke zur weiteren menschenwürdigen Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern dürfen bzw. sollen dem Landratsamt von den Bürgerinnen und Bürgern mit hoffentlich auch weiterer großer Unterstützung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und der Stadt- und Gemeinderäte aus allen Städten und Gemeinden vorgeschlagen werden (Telefon: 08631/699-797).

Pressemeldung Landratsamt Mühldorf

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