Protest gegen Schließung des Labors in Weiding

"Das Laborteam rennt um sein berufliches Überleben"

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Mettenheim/Pollling – „Wir kämpfen gegen die Schließung!“ Dafür haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nestlé Labors beim Alleelauf fast schon sprichwörtlich alle Haxen ausgerissen. „Standort und Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben!“

85 Arbeitsplätze im Nestlé-Labor in Weidi ng sollen nach dem Willen des Konzerns abgebaut werden. Das lassen sich die Mitarbeiter nicht so einfach gefallen. Der Grund: Das Labor ist offenbar ausgelastet und schreibt schwarze Zahlen. Das weiß auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten für Oberbayern (NGG).

Es geht ums berufliche Überleben

"Das Nestlé-Laborteam rennt – im wahrsten Sinne des Wortes – um sein berufliches Überleben", sagte NGG-Sekretär Manuel Halbmeier auf Nachfrage von innsalzach24.de im Vorfeld zum Mettenheimer Alleelauf am Sonntag. "Das sind 85 motivierte, engagierte und fitte Beschäftigte, die einen langen Atem haben, wenn es darum geht, zu kämpfen.“ Der Alleelauf sei der Beginn einer kreativen und energischen Gegenwehr gegen die Nestlé-Pläne zur Laborschließung.

Ziel erreicht

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nestlé-Labors in Weiding haben - wie schon in den Jahren zuvor - beim AOK Fitnessrun mitgemacht. Fünf Kilometer ist hier die Distanz, die es zu bewältigen gilt. In diesem Jahr kam etwas hinzu: Um auf ihre Sache aufmerksam zu machen haben alle Laborkittel getragen.

Das ist sehr gut aufgefallen“, resümiert Manuel Halbmeier über die Aktion beim Halbmarathon der LG Mettenheim. Es habe viele Interessensbekundungen und damit einhergehend viele gute Wünsche zum Durchhaltevermögen gegeben. Insgesamt habe die Aktion eben letzteres – wenn auch auf sportliche Art – deutlich bewiesen. 

„Wir kämpfen gegen die Schließung!“: Nestlé Mitarbeiter geben alles

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Zusammen mit dem Weidinger Betriebsrat kämpft die NGG dafür, das Labor und alle Jobs in Weiding zu erhalten. Vorausgegangen war die Ankündigung der Konzernführung, Nestlé Labors NQAC zum Jahresende komplett schließen zu wollen.

Eine zentrale Figur in punkto Rettung von Arbeitsplätzen im Werk Weiding scheint erneut der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch zu sein. 

Auf Nachfrage von innsalzach24.de bestätigte NGG-Sekretär Halbmeier, dass Knoblauch

noch immer an der Sache dran

sei. Noch gebe es aber keine Ergebnisse. Knoblauch war es, der bei der drohenden Schließung und damit den Verlust von mehr als 200 Arbeitsplätzen im Werk Weiding schon einmal helfen konnte. 

rw

 

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