Brücken unter die Lupe genommen

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Hält die Brücke noch den Verkehr aus? Diese Frage kann bei der Heubrücke über die Isen (am Isenfeld) und bei vielen weiteren nicht mit einem klaren "Ja!" beantwortet werden. Wer trägt die Verantwortung, wenn etwas passiert? Das und der bauliche Zustand der Brücken soll im Auftrag der Mettenheimer Gemeinde von Fachleuten in regelmäßigen Abständen überprüft werden - so beschlossen es die Gemeinderäte.

Mettenheim - Sind die Brücken in unserem Ort sicher? Dies war die zentrale Frage, die in der jüngsten Sitzung des Mettenheimer Gemeinderates behandelt wurde.

Der Beschlussvorschlag des Bauausschusses, über die Prüfung der mehr als 20 Brücken und Durchlässe entlang der Isen, des Schandlgrabens und weiterer Wasserläufe beschäftigte den Gemeinderat.

Über den Zustand der teilweise gut erhaltenen, aber auch eingewachsenen, verfallenen, auch gesperrten Brücken informierte Bürgermeister Stefan Schalk anhand aktueller Fotos. Er wies damit die notwendige Sicherung der Bauwerke augenscheinlich nach. Denn obwohl nicht mehr alle Brücken genutzt werden, manche auch laut Verkehrsschild nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind, liege deren Erhaltung in der Mehrzahl in der Verantwortung der Gemeinde, erklärte er. Deshalb wolle diese ein Ingenieurbüro mit den zeitlich verschieden gestaffelten Brückenprüfungen beauftragen - allerdings erst nachdem die rechtliche Zuständigkeit im Einzelfall vollständig abgeklärt und die Erhaltungswürdigkeit der Brücken festgestellt worden sei.

Dieser Vorgehensweise erteilten die Gemeinderäte ihre Zustimmung, obwohl ihnen bewusst war, dass damit nicht geringe Kosten wegen der teilweise fehlenden Bauunterlagen verbunden sind.

Um die Kosten ging es dem Bürgermeister auch, als er die Eigenüberwachung der Kanäle ansprach, die entsprechend einer Verordnung von 1995 der Gemeinde und den Grundanliegern obliegt. Neben der Kanalsanierung in der Siedlung 2013, sei ein Konzept für den Bau eines Kanals in Neufahrn zu entwickeln.

Außerdem will die Gemeinde einen Antrag auf staatliche Fördermittel für ihr derzeit größtes Bauprojekt die "Generalsanierung der Grundschule" stellen nachdem von den rund 1,4 Millionen Baukosten 1,36 Millionen als förderfähige Kosten anerkannt worden waren.

kch/Mühldorfer Anzeiger

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