Zwischenbilanz des Mammo-Mobils

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Pfarrkirchen - Schon über 900 Frauen aus Pfarrkirchen und dem näheren Umland nutzten in den vergangenen Wochen die Gelegenheit, eine Röntgen-Untersuchung zur Brustkrebs- Früherkennung machen zu lassen, eine Mammographie.

Das Besondere daran: der Untersuchungsraum ist ein 14 Meter langes Großraumfahrzeug. Ausgestattet mit hoch moderner Röntgentechnik macht es seit Mitte Februar Station auf der P+R-Anlage des Volksfestplatzes in Pfarrkirchen. Dort können sich Frauen noch bis einschließlich 7. April untersuchen lassen.

Geöffnet ist die rollende Röntgenpraxis Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 12.30 Uhr bis 17 Uhr. Freitags werden Untersuchungen von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 12.30 Uhr bis 15.30 Uhr angeboten. Angesprochen sind Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Sie können sich ganz unkompliziert auf erste Anzeichen für Brustkrebs untersuchen lassen. Über 4.100 Frauen aus Pfarrkirchen, die zu dieser Altersgruppe gehören, haben per Post eine Einladung samt Terminvorschlag erhalten. Wem dieser nicht passt oder keine Einladung erhalten hat, kann einen individuellen Screening-Termin vereinbaren. Dazu wurde eine zentrale Telefonnummer eingerichtet, von der aus die Termine in beiden mobilen Einheiten koordiniert werden, die in Niederbayern unterwegs sind. Diese Servicenummer ist unter  01 80-5 18 09 08  werktäglich von 8 bis 17 Uhr erreichbar. Ein Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 14 Cent die Minute.

„Regelmäßige Teilnahme am Screening ist besonders wichtig, um mögliche Krebserkrankungen in einem sehr frühen Stadium erkennen zu können“, sagt Dr. Ulrike Aichinger von RADIO-LOG Passau. „Deshalb sind auch die Frauen wieder eingeladen, die bereits 2009 die Chance zur Mammographie genutzt haben.“ Dr. Ulrike Aichinger ist gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Margarete Murauer von der Radiologen-Gemeinschaft Deggendorf dafür verantwortlich, wie das Mammographie-Screening in Niederbayern umgesetzt wird. Seit Beginn des Screening-Programms 2006 sind in Niederbayern über 100.000 Frauen zu einer Früherkennungs-Untersuchung gegangen. Bei sieben von 1.000 Teilnehmerinnen wurde Brustkrebs oder eine Vorstufe davon diagnostiziert. „Wir können es allen Frauen nur empfehlen, diese Chance zu nutzen“, erklärt Dr. Ulrike Aichinger. „Wenn wir ein Karzinom entdecken, das einen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter hat, ist die Chance auf eine vollständige Heilung der betroffenen Frauen sehr groß.“

Die Kosten für die Untersuchung übernehmen bei allen gesetzlich versicherten Frauen die Krankenkassen. Wer privat oder nicht versichert ist, erhält – wie sonst auch – gesonderte Rechnungen. Die Untersuchung im Fahrzeug übernimmt eine speziell ausgebildete Medizinisch-Technische Radiologieassistentin. Alle Röntgenbilder werden per Datenleitung zu zwei Fachärzten übertragen, die diese innerhalb einer Woche unabhängig voneinander begutachten.

 

Pressemitteilung

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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