"Unsere Fahrgäste dürfen sich sicher fühlen"

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Zum Teil zweigleisig, meist aber auf einem Gleis fahren Züge in der Region. Passieren kann trotzdem nichts, verspricht die Bahn. Ein Magnet stoppt den Zug, falls der Lokführer ein rotes Signal überfährt.

Mühldorf - Ein Zugunglück wie in Sachsen-Anhalt kann auf den heimischen Bahnstrecken nicht passieren. Alle eingleisigen Bereiche sind mit Notbremsanlagen ausgerüstet.

"Unsere Fahrgäste dürfen sich sicher fühlen", betont ein Sprecher der Bahn. Sollte ein Lokführer auf einer der eingleisigen Strecken ein Signal überfahren, wird der Zug automatisch gebremst. Auch auf den Strecken, auf denen die Züge der Südostbayernbahn (SOB) langsamer als 100 Kilometer in der Stunde fahren. Laut Bahn sind das die Rottalbahn, die Strecke zwischen Wasserburg und Ebersberg, nach Waging und zwischen Traunstein und Ruhpolding.

Technisch funktioniert die sogenannte "punktförmige Zugbeeinflussung" dank eines 1000-Hertz-Magneten, der unmittelbar hinter dem Signal an den Gleisen angebracht ist. Er löst eine Zwangsbremsung aus, sollte der Zug über ein rotes Signal fahren. "Der Zug kommt im Durchrutschbereich zum Stehen, so dass keine Gefahr besteht", erklärt der Bahnsprecher. Denn erst hinter dem Durchrutschbereich besteht die Gefahr eines Zusammenstoßes. Im Bereich der SOB gibt es dieses Sicherheitssystem nach Angaben der Bahn schon seit vielen Jahren.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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