Die Liebesretterin von Mühldorf

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Freundlichkeit lohnt sich: Miriam Sander vom Mühldorfer Kino erhält von Bürgermeister Knoblauch die Urkunde, die sie als Gewinnerin der ersten Runde „Freundliches Mühdorf“ auszeichnet. Dabei, sagt die 21-jährige Mühldorferin sei die Hilfe gar nichts Großartiges gewesen, lediglich ein Kaugummi habe sie verschenkt. Aktionsgemeinschaftsvorsitzender Markus Luzcay brachte Blumen, Kinochefin Carmen Zitzelsberger einen Einkaufsgutschein und Stadtgesprächemoderator Lepping (von links) freute sich mit Miriam.

Mühldorf - Seit drei Jahren arbeitet Miriam Sander im Kino „Hollywood am Inn“. Jetzt hat sie bei der Aktion "Freundliches Mühldorf“ gewonnen. Ihre Geschichte zeigt, dass Freundlichkeit mehr bedeutet, als nur nett zu sein.

Miriam Sander ist mit ihren 21 Jahren nicht nur die freundlichste Verkäuferin Mühldorfs sondern auch eine Liebesretterin, wie ihr Erlebnis mit Sandra Schäfer zeigt, das die Jury schlussendlich überzeugt hat. Sandra ist 21 Jahre alt und wohnt in Waldaschaff bei Aschaffenburg. Früher hat sie in Mühldorf gewohnt und kommt auch heute noch gerne her. So auch an jenem Abend. Sandra traf sich damals mit einem "tollen Jungen" im Kino, erzählt sie am Telefon. Das perfekte Date also, hätte sie bloß nicht vorher Knoblauch und Zwiebeln gegessen. Viel zu spät fiel Sandra ihr Fehler auf. An der Kinokasse fragt sie nach Kaugummi, doch das Kino hat keines im Sortiment. Was also tun? Miriam hatte die schnelle und freundliche Lösung parat: "Ich hab immer Kaugummi dabei, also hab ich ihr einfach einen von mir gegeben." Das war die Rettung für Sandra. "Und aus dem Abend ist dann tatsächlich was geworden", freut sie sich am Telefon. Nach dem gemeinsamen Kinobesuch haben sie und ihr Schwarm sich noch öfter getroffen, heute sind sie zusammen. Jetzt freut sie sich nicht nur über ihre neue Liebe, sondern auch über den 250 Euro Einkaufsgutschein, den sie für die Einsendung ihrer Geschichte gewonnen hat.

Aus zahlreichen Einsendungen ging laut Stadtgespräche Moderator Thomase Lepping hervor, das Miriam Sander, Volksfestkönigin des Jahres 2007, noch weitere positive Nennungen erhalten hat. Auch diese Tatsache sei in die Bewertung eingeflossen, denn neben der originellsten Geschichte, zählte auch die Zahl der Einsendungen zu den Bewertungskriterien der Jury, in der Jutta Kammermeier vom ESD-Sicherheitsdienst, Astrid Reber von der Stadt, Steuerberater Maximilian Reichert, Maximilian Gäb, Schulleiter der Fachakademie für Sozialpädagogik saßen. Bei der Bewertung der 309 Geschichten stellte sich heraus, dass Miriam auch die meisten Stimmen hatte.

Die Arbeit im Kino ist für Miriam nur ein Nebenjob, im Sommer hat sie ihr Abitur geschafft. Wie es weitergeht steht erstmal in den Sternen. Umso besser für die Besucher des Kinos. Denn dort wird Miriam auch in Zukunft auf ihre freundliche Art Popcorn verkaufen. Aber nicht nur im Kino erwartet die Besucher Freundlichkeit: die Seilerei Weiss, Jettenbacher Hof, Esprit, die Antonius-Apotheke und die Metzgerei Magg schnitten bei den Auswertungen nach Angaben Leppings sehr gut ab.

Die zweite Runde der "Aktion Freundliches Mühldorf" hat bereits begonnen, auch dieses Mal gibt es tolle Preise zu gewinnen. Die Aktion beginnt wieder bei Null, dass heißt alle bisher eingegangenen Geschichten sind aus dem Rennen (siehe Kasten).

meg/Mühldorfer Anzeiger

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