Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Mühldorf - Im Landkreis Mühldorf ist die Zahl der Arbeitslosen im Febuar leicht um 68 (zwei Prozent) auf 3178 zurückgegangen.

Im Vergleich zum Februar des Vorjahres hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 47 (knapp zwei Prozent) erhöht. Die mit zwei Prozent relativ geringe Steigerung gegenüber 2009 zeigt aber, dass die befürchteten Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt nach wie vor ausbleiben. Auch im Februar wurde der Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit, verstärkte Inanspruchnahme von Saisonkurzarbeitergeld durch die Baubetriebe sowie flexible Arbeitszeitregelungen erheblich entlastet.

1564 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) gemeldet, auf die ARGE Mühldorf (Rechtskreis SGB II) entfielen 1614 arbeitslose Menschen.

Die Arbeitslosenquote ging gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent zurück, im Februar 2009 betrug sie ebenfalls 5,5 Prozent. Im Februar meldeten sich 750 Personen arbeitslos, dies waren 437 oder 37 Prozent weniger als im Vormonat und eine Person weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 819 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 190 (30 Prozent) mehr als im Vormonat und 62 (acht Prozent) mehr als im Februar letzten Jahres.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag im Februar mit 803 Personen um 23 (drei Prozent) niedriger als im Vormonat. Gegenüber Februar 2010 ist ein leichter Anstieg um elf Personen oder ein Prozent zu verzeichnen. Die bis in das vierte Quartal 2009 reichende positive Nachwirkung der Integrationserfolge in den Jahren des Aufschwungs ist weitgehend aufgezehrt. Die Integrationschancen für diesen Personenkreis haben sich verschlechtert.

Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg im Februar gegenüber dem Vormonat um neun oder drei Prozent auf 355 an. Im Vergleich zum Februar 2009 waren 19 oder knapp sechs Prozent mehr jüngere Menschen arbeitslos. Dieser vergleichsweise moderate Anstieg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit - auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels - im Jahr 2010 von zentraler Bedeutung ist.

Die Arbeitslosigkeit der Älteren ab 50 Jahren hat sich im Dezember gegenüber dem Vormonat um 17 (zwei Prozent) auf 854 verringert. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist eine geringfügige Steigerung um sechs Personen oder ein Prozent zu verzeichnen.

Im Landkreis Mühldorf ist der Stellenbestand gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Im Berichtsmonat waren 489 Stellen im Bestand, was einer Steigerung um 16 Stellen (drei Prozent) entspricht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es um 55 Stellen (knapp 13 Prozent) mehr. Diese Bewegung ist allerdings von geförderten Stellen, insbesondere von Arbeitsgelegenheiten beeinflusst.

Die konjunkturelle Entwicklung kann besser an den ungeförderten Stellen für "normale" Beschäftigungsverhältnisse abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen.

Im Februar wurden insgesamt 206 "normale" Stellen gemeldet, 75 Zugänge oder 57 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Februar 2009 wurden um 67 Stellen mehr neue Stellen gemeldet, was einer Steigerung von 48 Prozent entspricht.

Die Stellenzugänge im Landkreis Mühldorf ziehen insbesondere im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Die Nachfrage nach Fachkräften - insbesondere im Bereich des Handwerks - erhöht sich spürbar. Die im Vergleichsmonat des Vorjahres noch bestehende abwartende Haltung wurde durch die Betriebe zumindest in Teilen aufgegeben. Aber auch aus der Pflege, dem Handel und der Leiharbeit wurden Stellen gemeldet.

"Der Winter hält, wie jedes Jahr, den Arbeitsmarkt fest im Griff. Die Arbeitslosigkeit verharrte im Februar auf dem saisonal üblichen hohen Niveau", kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die neuen Zahlen vom Arbeitsmarkt. "Die mit vier Prozent geringe Steigerung der Arbeitslosigkeit gegenüber 2009 zeigt, dass die für Februar 2010 befürchteten sehr negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf dem regionalen Arbeitsmarkt ausbleiben".

Jutta Müller erinnert daran, dass es vor der Krise im Februar 2008 9288 Arbeitslose waren. "Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir im Februar 2007 12012 und damit 2000 mehr Arbeitslose hatten", stellt die Agenturchefin fest. "Wir können froh sein, dass auch im Februar der Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit, verstärkte Inanspruchnahme von Saisonkurzarbeitergeld durch die Baubetriebe sowie flexible Arbeitszeitregelungen erheblich entlastet wurde".

sb/Mühldorfer-Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser