Leichter Rückgang der Arbeitslosen

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Mühldorf (ma) - Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Mühldorf hat sich im Oktober um 262 (neun Prozent) auf 2708 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 402 (17 Prozent) Arbeitslose mehr.

1073 Arbeitslose aus dem Rechtskreis SGB III wurden durch die Agentur für Arbeit, 1635 Arbeitslose aus dem Rechtskreis SGB II durch die ARGE Mühldorf betreut.

Die Arbeitslosenquote betrug im Oktober 4,7 Prozent. Vor einem Monat hatte sie noch 5,1 Prozent betragen und vor einem Jahr 4,0 Prozent.

Im Oktober meldeten sich 718 Personen arbeitslos, das waren drei Personen weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 980 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 62 oder sieben Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag im Oktober mit 750 Personen um 14 Personen niedriger als im Vormonat September (764). Gegenüber Oktober 2008 ist ein Rückgang um 135 oder rund 15 Prozent zu verzeichnen. Bei diesem Personenkreis wirkt die gute Entwicklung vor Eintritt der Finanzkrise immer noch nach.

Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen ist im Landkreis Mühldorf um 166 Personen auf 292 gesunken. Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies eine prozentuale Minderung um 36 Prozent. Der Rückgang ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass sich viele Jugendliche unter anderem auch wegen der derzeit gering ausgeprägten Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes für Berufsanfänger für die Aufnahme eines Studiums oder sonstiger weiterführender schulischer Ausbildungsgänge entschieden haben.

Dass die Jüngeren wegen ihrer geringeren Berufserfahrung und ihres schwächeren Kündigungsschutzes nach wie vor am stärksten von den Folgen der Finanzkrise betroffen sind, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr. So waren im Oktober 2009 54 oder 23 Prozent mehr jüngere Menschen arbeitslos gemeldet als im Oktober des vergangenen Jahres.

Im Landkreis Mühldorf blieb der Stellenbestand gegenüber dem Vormonat fast unverändert. Im Berichtsmonat waren 395 Stellen im Bestand, was einem Rückgang von sieben Stellen oder zwei Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es um 64 Stellen oder 14 Prozent weniger.

Die Stellenzugänge Im Landkreis Mühldorf kamen aus allen Bereichen der Wirtschaft. Handwerksbetriebe sind genauso an den Stellenmeldungen beteiligt wie Zeitarbeitsfirmen und Arbeitgeber aus dem Bereich Pflege und Dienstleistung. Der Zugang an Stellenangeboten, die seit Jahresbeginn der Arbeitsagentur gemeldet wurden, liegt im Landkreis Mühldorf mit 1896 um knapp 15 Prozent unter dem Vorjahreswert (2221).

"Die prognostizierten negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt haben sich auf dem regionalen Arbeitsmarkt nicht bestätigt", kommentiert Jutta Müller, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die aktuellen Zahlen.

"Die Betriebe nutzen die Kurzarbeit, um Entlassungen zu vermeiden. Dies ersetzt zwar nicht volle Auftragsbücher, schafft aber die Möglichkeit kurzfristige Aufträge zeitgerecht abzuwickeln. Die Zeitkonten der Arbeitnehmer werden ebenfalls dafür genutzt Auftragsschwankungen entgegenzuwirken.

"Ich hoffe, dass die Unternehmen weiterhin den langen Atem haben, um die Auftragslücken zugunsten der Beschäftigung zu überbrücken", so Jutta Müller. "Erfreulicherweise gibt es erste Anzeichen für eine leichte Wirtschaftsbelebung, wie die zunehmende Nachfrage nach Zeitarbeitnehmern zeigt. Ob und inwieweit diese trägt und zu einer Stabilisierung des Arbeitsmarktes beitragen kann, muss sich erst noch herausstellen", ist die Meinung der Agenturchefin.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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