Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli

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Landkreis - Durch einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt die Arbeitslosenquote in der Region nun bei 3,2 Prozent. Im Juli des Vorjahres lag die Quote noch bei 3,6 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, ist im Juli leicht gestiegen. Die Anzahl der Arbeitslosen liegt mit 5.654 um 33 Personen oder ein Prozent höher als noch im Juni. Gegenüber dem Juli 2010 ist die Arbeitslosigkeit um zwölf Prozent niedriger (- 774 Personen).

Die Arbeitslosenquote beträgt im Juli 3,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,6 Prozent.

„Die konjunkturelle Lage ist weiterhin gut und die Beschäftigung steigt. Die Zahl der Arbeitslosen liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Der geringfügige Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Sommermonaten ist jahreszeitlich üblich und in erster Linie auf Arbeitslosmeldungen von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen zurückzuführen, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium antreten wollen,“ kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen. „Bei allen anderen Personengruppen ist die Arbeitslosigkeit erneut gesunken, was für einen stabilen Arbeitsmarkt spricht. Weiterhin nicht zufriedenstellend ist allerdings der Anteil lebensälterer Menschen an allen Arbeitslosen, weshalb wir unverändert alles daran setzen müssen, Ältere in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so die Agenturchefin weiter.

Zusätzlich zu den 5654 registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 3007 Personen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen insbesondere die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatusind (wie z. B. in Krankheit oder in vorruhestandsähnlichen Regelungen) und insoweit den Arbeitsmarkt entlasten. Damit wird ein vollständigeres Bild über die Zahl von Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt sowie über das Ausmaß fehlender regulärer Beschäftigung gezeichnet. Die Unterbeschäftigung umfasst insgesamt 8661 Personen.

Arbeitslosenzahl Juli 2011 + 33 auf 5.654

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich - 774

Arbeitslosenquote Juli 2011 3,2 Prozent

Arbeitslosenquote Juli 2010 3,6 Prozent

Bestand offene Stellen Juli 2011 1632

Bestand offene Stellen im Vorjahresvergleich + 420

2462 Arbeitslose werden von der Agentur für Arbeit betreut, 3192 Arbeitslose sind in der Verantwortung der gemeinsamen Einrichtungen (Jobcenter).

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt reichlich Bewegung. Im Juli meldeten sich 1642 Personen arbeitslos, das sind 427 oder 21 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1612 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 523 Personen oder 25 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Damit ist festzustellen, dass sich die Dynamik am Arbeitsmarkt aktuell etwas abschwächt.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 1571 im Vergleich zum Vormonat um 42 Personen oder drei Prozent gesunken. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist ein Rückgang um 275 Personen oder 15 Prozent zu verzeichnen. Rund drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1154) sind bei den Jobcentern gemeldet. Verglichen mit dem Juli 2010 ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen im Bereich der Jobcenter um 255 oder 18 Prozent zurückgegangen. Der deutliche Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit im Bereich der Jobcenter ist in erster Linie auf den Abbau in Mühldorf (- 27 Prozent) zurückzuführen. Durch spezielle Aktionen gelingt es dem Jobcenter Mühldorf mit derzeit 490 Langzeitarbeitslosen näher an die Zahlen der Jobcenter Altötting (311) und Rottal-Inn (353) heranzukommen. Bei der Agentur für Arbeit sind 417 Personen länger als ein Jahr arbeitslos. Die Anzahl dieser Personengruppe sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20 (fünf Prozent).

Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im Juli gegenüber dem Vormonat gestiegen. Mit 667 unter 25-Jährigen sind aktuell um 135 (25 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet als im Juni. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 47 Personen oder sieben Prozent zurückgegangen. Der Anteil dieser Personengruppe beträgt zwölf Prozent an allen Arbeitslosen. Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist auf Arbeitslosmeldungen von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen zurückzuführen, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium antreten wollen. Es ist festzustellen, dass immer mehr Jugendliche nach höheren Bildungsabschlüssen streben und sich für eine Übergangszeit in den Sommermonaten arbeitslos melden.

Der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, an der Gesamtzahl der Arbeitslosen, liegt bei 35 Prozent. Dies entspricht einer Zahl von 1963 Personen. Gegenüber Juni 2011 bedeutet dies einen Rückgang von 83 Personen (vier Prozent). Auch im Vergleich zum Vorjahr fällt der Abbau älterer Arbeitsloser mit 118 Personen oder sechs Prozent bescheiden aus. Ältere

Arbeitslose haben kaum einen Nutzen vom Wirtschaftsaufschwung. Besonders ausgeprägt ist die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 Jahre und älter sind, im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur (SGB III). Hier sind aktuell 43 Prozent aller Arbeitslosen 50 bis unter 65 Jahre alt.

Der Stellenbestand im Bereich der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen ist gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Dieser liegt mit 1632 offenen Stellen weiter auf einem hohen Niveau. Dies sind um vier Stellen mehr als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich verzeichnet die Agentur für Arbeit einen Anstieg um 420 Stellen. Damit sind aktuell 35 Prozent mehr Stellen im Bestand als noch im Juli letzten Jahres.

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Juli wurden insgesamt 697 Stellen gemeldet, dies sind um 172 Stellen oder 20 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2010 wurden um zwölf Prozent oder 97 Stellen weniger gemeldet.

„Die große Nachfrage nach Arbeitskräften kann nicht mehr ohne weiteres befriedigt werden. In einigen Berufen und Wirtschaftszweigen stehen die benötigten Fachkräfte kaum mehr zur Verfügung. Deshalb erreichen nicht nur die Stellenzugänge ein hohes Niveau, sondern auch die Bestände steigen stetig an. Dies zeigt sich vor allem im Bereich der Metall- und Elektrobranche, dem Baubereich, den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie im Bereich der Hotel- und Gaststättenberufe“, so Jutta Müller. Auch von Verleihbetrieben kommt weiterhin eine Vielzahl von Stellenmeldungen. Diese umfassen knapp ein Drittel aller Stellenzugänge. Hierbei geht es vor allem um Arbeitskräfte für die Industrie.

Jutta Müller appelliert an die Betriebe, auch älteren Arbeitnehmern und Personen mit formal geringerer Qualifizierung eine Chance zu geben. „Unternehmen sind gut beraten, nicht nur auf junge und gut ausgebildete Mitarbeiter zu setzen. Diese werden in den kommenden Jahren immer weniger und können den Bedarf der Wirtschaft alleine nicht decken“, erklärt Jutta Müller. Ein verstärkter Zuzug von ausländischen Fachkräften im Rahmen der Freizügigkeitsregelung, die seit 1. Mai 2011 für acht weitere EU-Länder gilt, findet laut Jutta Müller bislang kaum statt. „Auch auf diesem Weg ist aktuell keine Erhöhung des Angebots von Fachkräften festzustellen“.

Ausbildungsstellenmarkt

Die gute konjunkturelle Lage wirkt sich auch positiv auf den Ausbildungsstellenmarkt aus. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gestiegen. Bis zum Stichtag im Juli 2011 wurden der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen mit 2093 insgesamt 185 Ausbildungsstellen mehr gemeldet als im Vorjahr. Dies ist ein Zuwachs von zehn Prozent.

Bei den angebotenen Ausbildungsstellen sind weiterhin regionale Unterschiede zu verzeichnen. In der Region Altötting liegt der Schwerpunkt bei den Chemie- und Fertigungsberufen. Im Landkreis Mühldorf werden überwiegend Ausbildungsstellen aus dem Bereich Büro, Handel und den industriellen Metall- und Fertigungsberufen angeboten. Im Landkreis Rottal-Inn

verteilen sich die Ausbildungsangebote schwerpunktmäßig auf den Bereich der Handwerksberufe.

Auch die Zahl der gemeldeten Bewerber um Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. So sind im Juli mit 2036 Bewerbern um 122 Personen oder sechs Prozent mehr gemeldet als im Vorjahr. „Angesichts der demografischen Entwicklung ist dies auf den ersten Blick ein überraschendes Ergebnis, da uns dadurch in diesem Jahr mehr Bewerber für eine Vermittlung in Ausbildung zur Verfügung stehen. Dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass es uns durch offensives Werben und intensive Beratung gelungen ist, einen größeren Anteil der Schulabgänger für unser Dienstleistungsangebot zu interessieren.“, teilt Jutta Müller mit. Schwerpunkte der Nachfrage sind wie in den vergangenen Jahren die Büro- und Verwaltungsberufe und die Berufe im Bereich Handel.

Zum Stichtag im Juli sind noch 455 Bewerber unversorgt und 592 Berufsausbildungsstellen unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es eine Steigerung sowohl bei den unversorgten Bewerbern für Berufsausbildungsstellen (+108) als auch bei den unbesetzten Berufsausbildungsstellen (+162). Die hohe Anzahl von noch unbesetzten Ausbildungsstellen begründet sich unter anderem auf eine abwartende Haltung der Arbeitgeber, die noch auf die „ideale“ Bewerbung warten.

„Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist sehr erfreulich. Es zeichnet sich jedoch ab, dass nicht alle Ausbildungsstellen mit den Ausbildungssuchenden besetzt werden können“, kommentiert Jutta Müller die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt. „Ich appelliere daher an alle Betriebe, auch schwächeren oder weniger geeignet erscheinenden Bewerbern eine Chance zu geben. Denn gerade junge Menschen entwickeln sich oft überraschend positiv, wenn man auf sie setzt. In Anbetracht der künftigen demografischen Entwicklung müssen sich Betriebe auch diesen Jugendlichen öffnen. Speziell bei schwächeren Auszubildenden kann die Agentur für Arbeit zum Beispiel mit der Finanzierung eines Stützunterrichts helfen“.

Aktuell zeichnet sich vor allem im Bereich der Ernährungsberufe, dem Verkauf (insbesondere Bäckerei und Metzgerei) und im Hotel- und Gaststättenbereich ein Mangel an Bewerbern im Vergleich zu den gemeldeten Ausbildungsstellen ab. Arbeitgeber dieser Branchen sind gut beraten, die Attraktivität dieser Berufe und der Ausbildungsbedingungen zu steigern.

Geschäftsstelle Altötting mit Jobcenter Altötting (Landkreis Altötting)

Im Landkreis Altötting ist die Arbeitslosigkeit im Juli leicht gestiegen. Es sind 1886 Personen gemeldet, um 73 Personen (vier Prozent) mehr Arbeitslose als noch im Juni. Gegenüber dem Juli 2010 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 251 oder zwölf Prozent gesunken.

Die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Altötting liegt im Juli mit 3,2 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 3,7 Prozent. Der Rückgang der Arbeitslosenquote innerhalb des letzten Jahres ist in Altötting der deutlichste im Agenturbezirk. Er ist auf die positive wirtschaftliche Entwicklung der Industriebetriebe und die Steigerung der Exporte zurück zu führen.

933 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, verglichen mit dem Vormonat eine Steigerung um 89 Personen (elf Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat sind es 133 (13 Prozent) weniger Arbeitslose. Bei dem Job- center Altötting hat sich die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 16 auf 953 Personen verringert. Das sind 118 Arbeitslose oder elf Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Im Juli meldeten sich 562 Personen arbeitslos. Das sind um elf oder zwei Prozent weniger als im Juni und um 115 (17 Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Gleichzeitig konnten 487 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 170 (26 Prozent) weniger als im Vormonat und 257 (35 Prozent) weniger als im Juli des letzten Jahres.

Die Jüngeren unter 25 Jahren haben einen Anteil von 13 Prozent an der Gesamtzahl der Arbeitslosen. Verglichen mit dem Vormonat ist die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren gestiegen. Insgesamt sind 239 Jugendliche arbeitslos gemeldet, 29 Prozent (53 Personen) mehr als im Juni. Im Vorjahresvergleich ist ein Anstieg um rund zwei Prozent (vier Arbeitslose) zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist auf Arbeitslosmeldungen von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen zurückzuführen, die vielfach bereits eine Zusage für eine Ausbildungsstelle ab September haben oder im Herbst eine weiterführende Schule oder ein Studium anstreben und somit nur vorübergehend arbeitslos sein werden.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging mit 493 Personen im Vergleich zum Vormonat um 17 Personen (drei Prozent) leicht zurück. Im Vergleich zum Vorjahr waren es um 55 Personen oder zehn Prozent weniger. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (SGB III) liegt die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit aktuell 182 um fünf Prozent (neun Personen) unter dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter Altötting sind mit 311 Langzeitarbeitslosen um 46 oder 13 Prozent weniger gemeldet als im Juli 2010.

Im Landkreis Altötting haben die Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, einen Anteil von 35 Prozent an allen Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit dieser Personengruppe ist im Juli leicht gesunken. Insgesamt sind 653 Personen gemeldet, um acht Personen (ein Prozent) weniger als im Juni und um 58 (acht Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Besonders ausgeprägt ist die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 Jahre bis unter 65 Jahre alt sind, im

Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur (SGB III). Hier sind 41 Prozent aller Arbeitslosen 50 Jahre und älter.

Die Stellenbestände im Landkreis Altötting sind gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Im Berichtsmonat sind 536 Stellen im Bestand, drei (ein Prozent) mehr als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind um 176 Stellen oder 49 Prozent mehr im Bestand.

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Juli wurden insgesamt 212 Stellen gemeldet. Dies sind um 67 Stellen oder 24 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es um 23 Stellen (zehn Prozent) weniger.

Die Stellenzugänge schwächen sich wegen der bevorstehenden Urlaubszeit etwas ab. Die Meldungen kommen vor allem vom verarbeitenden Gewerbe und von den Verleihbetrieben. Aber auch aus dem Baubereich, dem Gesundheitsund Pflegebereich sowie dem Bereich der Dienstleistungsunternehmen kommt eine Vielzahl von Stellenmeldungen. Eine Reihe von Stellenangeboten können nicht unmittelbar besetzt werden, da es an den nachgefragten Fachkräften fehlt. Dies ist auch der Grund für den hohen Stellenbestand.

Geschäftsstelle Mühldorf mit Jobcenter Mühldorf (Landkreis Mühldorf)

Im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit im Juli leicht zurückgegangen. Mit insgesamt 1994 Arbeitslosen sind gegenüber dem Vormonat um sechs Personen weniger gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang der Arbeitslosen um 391 Personen (16 Prozent) zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,4 Prozent exakt auf dem Wert des Vormonats. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Juli 4,1 Prozent.

742 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, verglichen mit dem Vormonat eine Steigerung um 51 Personen (sieben Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat sind es 169 (19 Prozent) weniger Arbeitslose. Bei dem Jobcenter Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 57 Personen oder vier Prozent auf 1.252 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind 222 Arbeitslose (15 Prozent) weniger gemeldet.

Im Juli meldeten sich 539 Personen arbeitslos, dies sind elf Personen oder zwei Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2010 meldeten sich 213 Personen (28 Prozent) weniger arbeitslos. Gleichzeitig konnten 547 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 178 Personen oder 25 Prozent weniger als im Vormonat und 108 oder 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Jüngeren unter 25 Jahren haben einen Anteil von knapp zehn Prozent an der Gesamtzahl der Arbeitslosen. Verglichen mit dem Vormonat ist die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren um 42 Personen (27 Prozent) gestiegen. Insgesamt sind 196 Jugendliche arbeitslos gemeldet. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um 16 Prozent (37 Arbeitslose) zu verzeichnen. Die Zunahme im Vergleich zum Vormonat resultiert überwiegend aus der Meldung von Ausbildungsabsolventen, die entweder nicht übernommen wur

den oder die sich entschlossen haben, nach der Ausbildung im Herbst eine weiterführende Schule zu besuchen oder ein Studium zu beginnen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt im Juli mit 620 Personen im Vergleich zum Vormonat um 24 Personen oder vier Prozent niedriger. Gegenüber Juli 2010 ist ein Rückgang um 173 Personen oder 22 Prozent zu verzeichnen. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (SGB III) liegt die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit aktuell 130 um vier Prozent (fünf Personen) über dem Vorjahreswert. Beim Jobcenter Mühldorf sind mit 490 Langzeitarbeitslosen um 178 oder 27 Prozent weniger gemeldet als im Juli 2010. Durch spezielle Aktionen gelingt es dem Jobcenter Mühldorf näher an die Zahlen Langzeitarbeitsloser in den Jobcentern Altötting (311) und Rottal-Inn (353) heranzukommen.

In Mühldorf haben die Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, einen Anteil von 35 Prozent an allen Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit dieser Personengruppe ist im Juli mit 694 gemeldeten Personen um 21 (drei Prozent) niedriger als im Juni. Im Vorjahresvergleich sind 44 Personen (sechs Prozent) weniger ältere Arbeitslose gemeldet. Die Älteren profitieren im Landkreis Mühldorf kaum vom konjunkturellen Aufschwung und der deutlichen Besserung am Arbeitsmarkt. Besonders ausgeprägt ist die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 bis unter 65 Jahre alt sind, im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur (SGB III). Hier sind 44 Prozent aller Arbeitslosen 50 bis unter 65 Jahre alt.

Im Landkreis Mühldorf sind 552 Stellen gemeldet. Zum Vormonat sind dies um 24 Stellen oder fünf Prozent mehr. Verglichen mit dem Vorjahr ist ein Stellenzuwachs von 86 (19 Prozent) zu verzeichnen.

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Juli wurden in der Geschäftsstelle Mühldorf 242 Stellenzugänge gemeldet. Dies sind im Vergleich zum Vormonat um 39 Stellen oder 14 Prozent weniger. Im Vorjahresvergleich sind die Meldungen neuer Stellen um 43 oder 15 Prozent gesunken. Die Stellenzugänge schwächen sich wegen der bevorstehenden Urlaubszeit etwas ab.

Im Landkreis Mühldorf ist der Fachkräftebedarf besonders hoch. Die Laufzeiten der Stellenangebote werden länger, da die benötigten Fachkräfte nicht in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Damit begründen sich auch die hohen Stellenbestände. Besonders hoch ist die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich des verarbeitenden Gewerbes. Aber auch im Handel, im Gesundheits- und Pflegebereich, im Baugewerbe und im Bereich der Leiharbeit besteht ein großer Kräftebedarf.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Pfarrkirchen

 

Rubriklistenbild: © dpa

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