Isen-Wehr: Anwohner haben weiter Angst 

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Normalerweise waren die Steine mit Wasser bedeckt. Wie hier in Wörth hat die Isen noch immer einen sehr niedrigen Wasserstand.

Marketsmühle - Das alte Isen-Wehr ist so marode, dass es abgerissen werden muss. Eine neue Staumauer wurde zwar errichten, doch die Sorgen sind noch die alten.

Vor einigen Wochen sorgte das Leck am Isen-Wehr für Angst und Schrecken bei den Anwohnern. Das Leck verursachte einen extrem niedrigen Wasserpegel, die angrenzenden Fundamente der Häuser waren in Gefahr.

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Situation am Isen-Wehr bleibt kritisch

Mittlerweile wurde das marode Wehr geöffnet, eine Staumauer soll nun dessen Funktion übernehmen. "Der Wasserpegel ist zwar etwas gestiegen, aber immer noch etwa 50 Zentimeter zu niedrig, so ein Wörther Isen-Anwohner. Da muss sich noch was ändern. Es kann sonst passieren, dass Schäden bei unserem Haus auftreten." So wäre es zum Beispiel möglich, dass der Hang in den Fluss rutsch und das Grundstück schaden nimmt. Der Anwohner hofft nun, dass weitere Maßnahmen unternommen werden, um den Wasserpegel wieder zu heben und die Gefahren in den Griff zu bekommen..

Wasserpegel der Isen teilweise noch sehr niedrig

Wasserstand an der Insen weiter niedrig

"Gefahr durch Steinmauer behoben"

Von Seiten des Wasserwirtschaftsamtes war zu erfahren, dass die Steinmauer das Wehr komplett ersetzen soll. Die Steinmauer liegt rund 25 Meter vor der eigentlichen baufälligen Stauwehranlage und wurde im Flussbett errichtet, an welcher das Wasser angestaut wird. Durch diesen neu geschaffenen Bachlauf kann sich nun das Wasser seinen Weg durch zwei der ursprünglichen drei Stauwehrtore suchen. "So konnten wir eine weitere Gefährdung der angrenzenden Grundstücke und Häuser erstmal vermeiden", so der Leiter des Wasserwirtschaftsamts Rosenehim Paul Geisenhofer.

Warum ist der niedrige Wasserpegel so gefährlich?

Vor allem für die Anwohner, deren Häuser direkt am Fluss stehen, ist die Situation nach wie vor belastend. Ein Wörther Isen-Anwohner war vollkommen schockiert, als er den niedrigen Wasserstand entdeckte: "Ich bin aufgewacht und hab plötzlich ein Rauschen gehört - der Fluss rauscht sonst nie! Als ich aus dem Fenster gesehen hab, wusste ich, warum es rauscht: Das Wasser war nicht dort, wo es noch am Abend zuvor war," berichtet er uns. Wir haben es selbst gesehen: Das Rauschen kommt daher, dass die Steine, die sonst bedeckt waren, jetzt freiliegen und einen Mini-Wasserfall bilden. "Na klar machen wir uns jetzt Sorgen - wenn der Pegel weiter sinkt, geht das ans Grundwasser und uns rutscht unter Umständen das Fundament in Richtung Flussbett. Das haben wir gerade noch gebraucht," so der Wörther Isen-Anwohner.

Welche weiteren Aktionen unternommen werden, um die Lage zu verbessern, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass die Anwohner weiterÄngste haben, dass große Schäden an ihren Häusern enstehen könnten.

red is24

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