Ein Leben für den Schützenzug

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Ein Mühldorfer Weißbier auf gutes Gelingen: Am Donnerstag stieß Peter Berger (rechts) mit Edward Black, dem Chef der Williamwood Bag-Pipe, zur Begrüßung an. Nach dem Grillfest bei der Feuerwehr zog es die Schotten direkt aufs Volksfest, zuerst aufs Bierkarussell, dann ins Weinzelt.

Mühldorf - Seit zehn Jahren organisiert Peter Berger den Internationalen Schützen- und Trachtenzug. Zehn Jahre voller Anekdoten, Erlebnissen und Freundschaften.

Wenn am Sonntag um 14 Uhr der Startschuss für den Schützenzug fällt, ist für Peter Berger die Arbeit getan. Dann hat er zum zehnten Mal für die Stadt und den Schützengau einen Zug organisiert, der in Schützenkreisen einen hohen Ruf genießt und - das sagt zumindest Berger - durchaus mit dem Münchner Schützen- und Trachtenzug konkurrieren kann. Zumindest, was das Flair betrifft. Denn das sei in Mühldorf nach Aussagen von Teilnehmern viel größer, der Zug sei gemütlicher und lebendiger.

Bunte Gestalten aus vieler Herren Länder ziehen am Sonntag über den Stadtplatz.

Dazu tragen neben vielen heimischen Gruppen vor allem die Exoten bei: Mal die Schotten, dann wieder Russen, Waidbrugger aus Südtirol, Rumänen oder "Hummel und Zitronenjette", zwei Originale aus Hamburg. Und zu jeder dieser Gruppen weiß Berger eine Geschichte zu erzählen. Zum Beispiel über die Schotten, die nicht nur beim Schützenzug auffallen. Seit Donnerstagabend sind sie in der Stadt und stehen, wo immer sie auftauchen, im Mittelpunkt. Eine schottische Familie, vor vielen Jahren in Kraiburg im Urlaub, gab Berger die Telefonnummer von Evelyn aus Glasgow, die eine Dudelsackgruppe kennt. "In meinem besten Schulenglisch habe ich dort angerufen", erzählt Berger. "Als ich etwas von einem Bierfestival erzählte, waren die Schotten interessiert." Und begeistert, als Berger sie mit einem Feuerwehrkombi am Flughafen in München abholte. "Wir haben sie sofort erkannt, denn sie hatten alle Schottenröcke an." Die tragen sie auch während des Volksfests und als besondere Attraktion gilt es, wenn die schottischen Mannsbilder heute Abend samt ihren Schottenröcken Hupferl fahren. Denn dann fliegen die Röcke so schön und es gibt eine Antwort auf die Frage, was der Schotte wohl unterm Rock trägt.

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