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Günther Knoblauch und ein geheimnisvoller Pokal

Die lange Reise einer Fußball-Trophäe von Mühldorf nach Brandenburg geht zu Ende

Bei der Übergabe des Bronze-Pokales in Falkensee-Finkenkrug: (von links) Der Bürgermeister der Stadt Falkensee, Heiko Müller, die ehemalige Mühldorferin Dr. Claudia Christian, Altbürgermeister Günther Knoblauch und Günther Raunest vom SV Falkensee-Finkenkrug.
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Bei der Übergabe des Bronze-Pokales in Falkensee-Finkenkrug: (von links) Der Bürgermeister der Stadt Falkensee, Heiko Müller, die ehemalige Mühldorferin Dr. Claudia Christian, Altbürgermeister Günther Knoblauch und Günther Raunest vom SV Falkensee-Finkenkrug.

Vor rund 40 Jahren kaufte Günther Knoblauch, ehemaliger Bürgermeister von Mühldorf, in Berlin auf einem Flohmarkt einen Fußballpokal. Nach langer Zeit kehrt der Pokal an seinen Ausgabeort in Falkensee-Finkenkrug zurück. Günther Knoblauch überreichte den Pokal an den Präsidenten Sven Steller.

Mühldorf/Falkensee – Mühldorfs ehemaliger Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch hat in Falkensee-Finkenkrug in Brandeburg für viel Aufsehen gesorgt: Er brachte einen Fußball-Pokal aus der Zeit um 1930 in diesen Tagen in dessen „Heimat“ zurück. Falkensee-Finkenkrug ist eine Stadt mit 45 000 Einwohnern in Brandenburg, im Umland von Berlin.

„Vor rund 40 Jahren habe ich diesen Pokal auf einem Flohmarkt am Nollendorfplatz in Berlin erworben. Mir hat er damals sofort gefallen, und die paar Mark war er mir wert“, berichtete Knoblauch.

Objekt stammt wohl aus dem Jahr 1930

Der Verein Grün-Weiß-Rot Finkenkrug wurde 1913 gegründet und in den Wirren der Geschichte mehrmals umbenannt. Der außergewöhnliche Pokal selbst muss um das Jahr 1930 entstanden sein.

Bei einem Spaziergang am Inn traf Günther Knoblauch zusammen mit seiner Frau Karin den langjährigen Vorsitzenden des Post-SV Mühldorf und seinen Schulkameraden Richard Christian mit Frau und Tochter. Diese erzählte, dass sie in Finkenkrug bei Berlin lebt. „Ich sprach von dem Pokal aus Finkenkrug. Dort ist der stellvertretende Vorsitzende des Sportvereins ihr Nachbar“, sagte Knoblauch.

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Vor wenigen Jahren feierte der SV Falkensee-Finkenkrug sein hundertjähriges Bestehen mit großer Festschrift und viel Aufwand. Gegenstände aus der Gründerzeit und den Anfangsjahren gab es nicht mehr.

Dr. Claudia Christian hat ihre Praxis zwar in Berlin-Spandau, wohnt aber zusammen mit Ehemann Uwe Ern in Finkenkrug. „Als ich Finkenkrug nannte, schlug es bei Günther Knoblauch sofort ein“, erinnert sich die ehemalige Mühldorferin, als im Gespräch die Frage nach ihrem Wohnort aufgekommen war. „Ich war selbst jahrelang begeisterter aktiver Kicker in den Mühldorfer Fußballvereinen“, erzählt Knoblauch. Heute engagiert er sich im Vorstand des FC Mühldorf.

Kunstvoll herausgearbeiteter Spieler in voller Aktion

Dieser Pokal wanderte von Berlin nach Mühldorf und zurück.

Tatsächlich ist der Fußballpokal sehr ungewöhnlich: Während in der Regel ein Gefäß als Motiv verwendet wird, sieht man hier einen kunstvoll herausgearbeiteten Spieler in voller Aktion. Für die Wahl-Finkenkrugerin Claudia Christian war sofort klar, dass das seltene Stück seinen Weg zurück „nach Hause“ finden sollte. Dabei stieß sie bei Familie Knoblauch auf Verständnis.

Die feierliche Übergabe an den SV Falkensee-Finkenkrug, der von den Vorstandsmitgliedern Günter Raunest, Andreas Hartmann und Vereins-Chronist Dr. Lutz Lehmann vertreten wurde, erfolgte im Beisein von Bürgermeister Heiko Müller.

Freundschaft zwischen Vereinen

Traditionsgemäß werden Fußballspieler immer „abgelöst“, wenn sie den Verein wechseln. Dr. Claudia Christan wollte gerne diese Ablöse übernehmen. Familie Knoblauch hat die Spende gleich wieder an die Finkenkruger Fußballer für deren Jugendarbeit weitergeleitet und bekräftigte die Idee zu einem Freundschaftsspiel beider Vereine.

Neben dem Nachwuchs unterhält der Verein mit Sven Steller als Präsident an der Spitze gleich drei Männermannschaften, ein Seniorenteam und, was immer noch Seltenheit in Brandenburg ist, eine Frauenmannschaft sowie mehrere Mädchenteams.

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