Strongman-Cup: Der lange Weg zum Eisenmann

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Schwimmen, klettern, rennen: Der "Strongman-Cup" ist nichts für Weicheier. Gunter Lang ist keins, er bezwang den Kurs in weniger als zwei Stunden und wurde 457. von 8000 Startern.

Mühldorf - Am Ende war es der 457. Platz, den Gunter Lang beim Strongman-Lauf belegte. Bei einem Teilnehmerfeld von über 8500 Startern ist dies auch eine beachtliche Leistung.

Schon zum dritten Mal nahm der 39-Jährige am Strongman teil, der dieses Jahr am Nürburgring stattfand. Der Lauf ging über zwei mal neun Kilometer. "Es kommt aber nicht auf die 18 Kilometer Laufstrecke an, es sind die Hindernisse, die überwunden werden müssen" erklärt der Laborant aus Mühldorf. Die gemeldeten 10.000 Teilnehmer mussten durch Wasserlöcher schwimmen oder tauchen und Kletterhindernisse jeglicher Art besteigen. "Insgesamt ist der Parcour, im Gegensatz zu den Vorjahren, aber leichter geworden", resümiert Lang.

"Am unangenehmsten ist immer das Schwimmen", bis zu drei Grad kalt ist das Wasser. "Und du hast nach dem Schwimmen nicht die Möglichkeit, dich umzuziehen". Ungefähr 20 Prozent der Starter erreichten das Ziel nicht.

Um nicht zu dieser Gruppe zu gehören, hat sich der Mühldorfer gewissenhaft vorbereitet. "Ich habe ein Trainingsprogramm für einen Halbmarathon ausgewählt und trainiere fünfmal in der Woche", erzählt er "Aber ohne zusätzliches Oberkörpertraining wäre die Bewältigung der Kletterhindernisse nicht möglich". Am Liebsten trainiert er im Freien.

Der Strongman, bei dem auch heuer 20.000 Zuschauer waren, ist aber nicht das einzige sportlich Event, das Gunter Lang absolvieren möchte, aber es ist sicherlich ein Highlight. Er beschreibt das Laufgelände als einen "überdimensionalen Spielplatz für große Kinder".

Mit dieser Teilnahme möchte er sich selbst belohnen. 2008 brachte er noch 100 Kilo auf die Waage, doch dann begann er mit dem Laufsport. Zuerst absolvierte er kurze Distanzen, dann den ersten Halbmarathon. Mittlerweile hat er 30 Kilo abgenommen und auch schon drei Marathons absolviert.

Auf die Frage, ob er stolz auf sich sei, lächelt er. "Man ist schon ein bisschen stolz", aber das Selbstlob ist ihm sichtlich unwohl. "Ich habe mir heuer eine Zeit unter zwei Stunden vorgenommen, das habe ich auch geschafft", sagt Lang, "ich bin zufrieden". Der Sieger meisterte den Parcour in einer Stunde und 21 Minuten.

sr/Mühldorfer Anzeiger

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