Landwirtschaftliche Sozialversicherungen

Standort Mühldorf muss erhalten bleiben! 

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Landshut/Mühldorf - MdL Günther Knoblauch war zu Gesprächen bei der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung in Landshut. Er setzte sich für den Erhalt des Standorts Mühldorf ein: 

Die neu organisierte landwirtschaftliche Sozialversicherung hat am 1. Januar 2013 als Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, kurz SVLFG, ihre Arbeit aufgenommen. Der Übergang der landwirtschaftlichen Sozialversicherung zum Bundesträger ist auch für die ehemals selbständigen Träger in Bayern nicht reibungslos verlaufen. Deshalb, und wegen der Schließung der Zweigstelle in Mühldorf war Günther Knoblauch, MdL, gemeinsam mit seiner SPD-Fraktionskollegin aus dem Bayerischen Landtag Ruth Müller zu einem Gespräch bei der Geschäftsstelle in Landshut. 

Verwaltungsstellen werden verkleinert oder geschlossen

Neben den beiden Geschäftsstellen Landshut und Bayreuth gibt es noch sechs Verwaltungsstellen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in Bayern, erläuterte der Arbeitsbereichsleiter für Niederbayern-Oberpfalz-Schwaben Josef Biersack den beiden SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller und Günther Knoblauch bei ihrem Besuch in Landshut. Die bayerischen Verwaltungsstellen der SVLFG befinden sich in Augsburg, Feuchtwangen, Fürth, München und Würzburg.Es ist davon auszugehen, dass diese Verwaltungsstellen über kurz oder lang geschlossen oder verkleinert werden, um dem Auftrag der Neuordnung gerecht zu werden. Die beiden Standorte in Augsburg und Würzburg hätten allerdings gute Chancen, erhalten zu bleiben.

Standort im ländlichen Bereich erhalten

Die Verwaltungsstelle Mühldorf war auch der Grund, warum der oberbayerische Haushaltspolitiker Günther Knoblauch gemeinsam mit der Landwirtschaftspolitikerin Ruth Müller der SVLFG einen Besuch abstattete: Er habe in seiner Zeit als Bürgermeister für den Neubau gekämpft und werde sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass der einzige Standort, der in Oberbayern im ländlichen Raum ist, mit seinen rund 65 Mitarbeitern erhalten bleibe, so Knoblauch.

Ende Juni waren die Auswirkungen auf die bayerischen Einrichtungen der SVLFG auch Thema im Landwirtschaftsausschuss, berichtete Ruth Müller. Die Hauptverwaltung sei nun in Kassel und es stelle sich schon die Frage, ob dies noch im Sinne der Landwirte sei. Denn das Ziel müsse es sein, unkompliziert und serviceorientiert vor Ort helfen zu können."Dazu müsse man aber auch die Strukturen und die Mentalität einer Region kennen", ergänzte Günther Knoblauch.

Auswirkungen der Zentralisation 

Durch die Zentralisation müssen bis zum Jahresende bundesweit rund 700 Vollzeitstellen eingespart werden. Ein Drittel der bundesweit bei der SVLFG versicherten landwirtschaftlichen Betriebe und landwirtschaftlichen Familien kommen aus Bayern, aber das neue Solidarsystem führe nun wohl dazu, dass die bayerischen Landwirte ganz überwiegend mehr einbezahlen als vor der SVLFG. Genaue Zahlen stellte die SVLFG nicht zur Verfügung, konnte Müller aus der Sitzung des Landwirtschaftsausschusses berichten. "Unser Haus wurde für ca. 600 Mitarbeiter konzipiert, mittlerweile arbeiten nur noch rund 400 Personen in Landshut", erläuterte der Regionalbeauftragte Alois Brandlmeier die Auswirkungen der Stellenstreichungen. Den Leerstand an Büroflächen habe man durch Vermietung an andere landwirtschaftliche Dienstleister kompensieren können, führte er aus. So sei die Abrechnungsstelle für die Betriebs- und Haushaltshelfer angesiedelt, deren Einsätze vom Maschinenring koordiniert werden. 

Nähe zum Kunden 

Sorgenvoll sehen die beiden Abgeordneten auch den nächsten Sozialwahlen entgegen, die 2017 stattfinden. Bayern habe kaum Einfluss auf die Sozialwahlen und damit auch keine Möglichkeit, sicherzustellen, dass am Ende auch wieder Kandidaten aus Bayern gewählt werden. "Die Entscheidung, die mit der Zentralisierung getroffen wurde, werden wir nicht mehr umkehren können", stellte Günther Knoblauch fest. Aber man müsse schon dafür Sorge tragen, dass eine ortsnahe Beratung sichergestellt sei und der Gedanke der Nähe zum Kunden nicht noch mehr verloren gehe. "Unsere bäuerlichen Familienbetriebe müssen auch weiterhin möglichst dezentral betreut werden", waren sich Müller und Knoblauch einig. "Wenn München und Mühldorf tatsächlich geschlossen werden, gibt es dort, wo die meisten landwirtschaftlichen Familienbetriebe in Deutschland vorhanden sind, keine ortsnahe Fachstelle mehr", sorgen sich die beiden Abgeordneten.

Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch 

Rubriklistenbild: © Abgeordnetenbüro Günther Knoblauch

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