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Mühldorfer Landrat nach Kabinettssitzung in München

„Wir brauchen ein klares Regelwerk, mit dem wir durch den Winter kommen“

Mühldorfer Landrat Max Heimerl will konkrete Regeln für Krankenhaus-Ampel.
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Mühldorfer Landrat Max Heimerl will konkrete Regeln für Krankenhaus-Ampel.

Die Corona-Zahlen in Bayern steigen und steigen. Spitzenreiter ist der Landkreis Mühldorf am Inn. Der Landrat hat klare Erwartungen.

München/Mühldorf – Angesichts der schnell steigenden Corona-Zahlen erwartet der Landrat des besonders betroffenen Landkreises Mühldorf am Inn, Max Heimerl (CSU), dass der Freistaat Bayern die Regeln für die Krankenhaus-Ampel konkretisiert. Es brauche ein Regelwerk, was passiere, wenn die Ampel auf Gelb oder Rot springe, sagte Heimerl der Deutschen Presse-Agentur in München. „Wir brauchen ein klares Regelwerk, mit dem wir durch den Winter kommen.“ Bislang ist insbesondere nicht definiert, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, wenn die Krankenhaus-Ampel auf Rot springen sollte.

Der Kreis Mühldorf am Inn ist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 593 derzeit unrühmlicher Spitzenreiter in ganz Deutschland (News-Ticker am Mittwoch). Bayern liegt hinter Thüringen und Sachsen auf Platz drei unter den Ländern. Vor allem die Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen steigen rasant.

Landrat appelliert an Schulen

Ob nach den Herbstferien in den Schulen wieder eine Maskenpflicht auch am Platz gelten sollte, ließ Heimerl zunächst offen. „Grundsätzlich hielte ich es für sinnvoll, wenn einheitliche Regelungen seitens des Kultusministeriums erlassen werden“, sagte er. Für seinen Landkreis hat Heimerl bereits an die Schulen appelliert, dass dort freiwillig wieder überall Masken getragen werden sollten. Dies solle jedenfalls bis zu den Herbstferien auch so bleiben. „Und mal schauen, ob dann eine landesweit einheitliche Regelung kommt.“

Die Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit Corona neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dann will die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen - etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht oder der Kontaktbeschränkungen - beschließen. Zuletzt lag dieser Wert bei 426. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen liegen - zuletzt waren es 352. Dann sollen die Maßnahmen weiter verschärft werden. Wie genau, ist aber offen.

dpa

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