Trotz Champions-League gut besucht

Multiple-Sklerose-Informationsveranstaltung in Wasserburg

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Wasserburg - Am 25. April fand durch die Neurologische Klinik unter Leitung des Chefarztes Prof. Dr. med. Thorleif Etgen erneut eine Informationsveranstaltung über Multiple Sklerose (MS) für Patienten, Angehörige, Ärzte und Interessierte im kbo-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg am Inn statt.

Trotz harter Konkurrenz durch sommerliches Wetter und Champions-League-Halbfinale war der Festsaal mit über 60 Zuhörern sehr gut gefüllt. Die Neurologische Klinik bot wieder ein abwechslungsreiches und interessantes Programm: Den Einstieg bildete Dr. Almuth Angermund, die Ärztliche Leiterin der Neuro-Urologie der Schön Klinik Vogtareuth, mit dem Thema Blasenfunktionsstörungen bei MS. Durch die illustrative und empathische Darstellung dieses oft aus Scham verschwiegenen Themas wurde die Bedeutung des „Niederdruck-Systems“ den Zuhörern nahe gebracht.

Umfangreiche Unterstützung für MS-Erkrankte

Privatdozent Dr. Alexander Brunnauer, Leiter der Neuropsychologie am kbo-Inn-Salzach-Klinikum, referierte anschließend über die Diagnostik und Therapie der Fatigue. Dies ist eine häufige, aber oft nicht erkannte Störung bei MS, die sich mit schneller Erschöpfbarkeit und Müdigkeit bemerkbar macht. Vor der Diskussionspause stellten Karin Brummer und Katja Dreier die Tätigkeiten der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) vor. Beide Diplom-Sozialpädagoginnen arbeiten in der DMSG-Beratungsstelle Oberbayern in Rosenheim und bieten eine umfangreiche Unterstützung für MS-Erkrankte und deren Angehörige an. Professor Dr. Thorleif Etgen, Chefarzt der Neurologischen Klinik, präsentierte anschließend die Entwicklung der medikamentösen Therapieoptionen, die sich gerade in den letzten Jahren vervielfacht hat.

Alternative Therapien 

Durch die strukturierte Vorstellung wurde den Zuhörern ein sachlicher Überblick geboten. Das Finale bildete Dr. Marianne Luther, Oberärztin der Neurologischen Klinik, mit einer Auswahl über Alternative Therapien bei MS. Dies umfasste auch die Warnung vor exotischen oder gefährlichen Verfahren wie z.B. eine Schweinehirnimplantation in die Bauchhaut. Zahlreiche Fragen bekundeten ein hohes Interesse der Zuhörer an diesem Thema. Die Diskussion wurde abschließend bei einem Imbiss in zahlreichen Einzelgesprächen fortgesetzt.

Pressemitteilung der kbo-Inn-Salzach-Klinikum gemeinnützigen GmbH

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