Pressemeldung der Mühldorfer Grünen

Vorfahrt für Fußgänger und Fahrräder am Krankenhausberg

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Darf man oder darf man nicht? Widersprüchliche Beschilderung am Krankenhausberg. Fahrradfahrer*innen und sogar Fußgänger*innen werden ums Krankenhaus geleitet.

Mühldorf - Mit einer alternativen Verkehrslösung für die Zeit während der Baustelle wollen die Grünen die Bedeutung des Krankenhausbergs für den Fahrrad- verkehr besser berücksichtigen.

„Es gibt da offensichtlich so einen Reflex“ sagt Matthias Kraft, Fraktionssprecher der Grünen im Stadtrat. „Wenn der Raum auf der Straße knapp wird, haben die Fahrräder als erstes das Nachsehen. Andere Städte und Gemeinden haben in der Krise spontan mehr Raum für Fahrräder eingerichtet. Wir leben wohl noch in einer etwas anderen Welt.“ Es geht konkret um die Umleitungsregelung am Krankenghausberg. Mit ei- ner recht drastischen (und nicht immer klaren) Beschilderung werden Fußgänger und Fahrräder, die bergauf wollen, um das Krankenhaus herumgeleitet.


Der Weg führt entweder über die stark befahrene Ahamer Straße oder über den Gehsteig, der dann die Baustellenausfahrt kreuzt. „Für viele Kinder, ist der Krankenhausberg normalerweise der sicherste und bequemstes Weg in die Schule. Jetzt ist er nicht nur dreimal so lang, sondern auch deutlich gefährlicher. Viele Kinder fahren deshalb übrigens ein- fach geradeaus weiter.“ reklamiert Stadträten Kathrin Enzinger. „Es ist schade, dass die Stadt hier die Zeichen der Zeit nicht erkennt. Und die Zeit drängt, denn die Schule läuft jetzt wieder an.“

Auch die Verkehrszählung von 2018 zeigt, dass die Straße für Fahrräder der wichtigste Weg von unten nach oben ist. Für Autos ist er eigentlich relativ bedeutungslos, zumal es ohnehin nur abwärts geht. Mit einem Antrag in der kommenden Stadtratssitzung wollen die Grünen eine Alternative vorschlagen. „Wir sollten umdenken und den oberen Teil der Straße für den Autoverkehr ganz sperren. Die Zufahrt zum Krankenhaus und zu den Wohnhäusern müsste dann vom Stadtgraben her erfolgen.“ Erläutert Matthias Kraft. „Das wäre in der Tat eine kleine Revolution.“


Die Verwaltung habe schon signalisiert, dass sie sich da ins Tagesgeschäft nicht reinreden lassen möchte. „Aber der Krankenhausberg wird uns sicher nicht zum letzten Mal beschäftigen. Da kann man noch vieles besser und sicherer machen.“

Pressemitteilung der Mühldorfer Grünen

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