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Wassersicherheit im Landkreis Mühldorf

Tiefenwasser in Weiding ist „eiserne Reserve“ für lokale Bevölkerung

Tiefenwasser wie das Vorkommen in Weiding in der Gemeinde Polling ist eine „eiserne Reserve für die Versorgung der Bevölkerung in besonderen Not- und Krisenfällen“- so lautet eine Stellungnahme1 des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz vom 11.10.2017.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Landkreis Mühldorf a. Inn - Die klimawandelbedingte Trockenheit in den vergangenen Monaten und Jahren bedroht die Wasserversorgung. Schon heute haben Polling und andere Gemeinden im Landkreis Mühldorf mit Knappheit und Qualität des oberflächennahen Grundwassers zu kämpfen. Da die Grundwasserstände laut WWA Rosenheim und Landratsamt Mühldorf großflächig zurückgehen, heißt es im Landesentwicklungsprogramm Bayern, dass Tiefenwasser besonders zu schonen sei. Umweltminister Glauber sprach sich unter anderem in der Doku "Bis zum letzten Tropfen" gegen das Abpumpen von Tiefenwasser für die Mineralwasserindustrie aus.

Nun plant die Firma Innfood zusammen mit der saarländischen Firma Roxane aus dem Tiefenbrunnen (175m) in Weiding Trinkwasser in PET-Flaschen abzufüllen und es in überregionalen Strukturen zu vermarkten. Eine neue Abfüllunganlage hieße wieder Flächenversiegelung von vielen tausend Quadratmetern und eine enorme Menge Lastenwägen pro Tag für den Abtransport des Weidinger Tiefenwassers. Das entspricht dem Wasserverbrauch einer Kleinstadt mit mehr als 10.000 Einwohner:innen.

Wir lehnen eine solche kommerzielle Ausbeutung unserer „eisernen Reserve“ kategorisch ab. Angesichts der fallenden Grundwasserstände muss Tiefenwasser zur Daseinsvorsorge für die lokale Bevölkerung vorgehalten werden. Deshalb treten wir auch dafür ein, die Rechte am Tiefenwasser in Weiding zu rekommunalisieren.

Wir werden dabei von MdL Gisela Sengl, Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft und stellvertretende Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag, unterstützt. Sie sagt: „Auch in den Bezug auf die Landwirtschaft ist es unabdingbar, die Wasserreserven zu sichern, denn Landwirtschaft ist die Grundlage unseres Lebens und die Lebensmittelversorgung muss auch in Zukunft gesichert werden können. Das Zurückgreifen auf Tiefengrundwasser sollte nur für lebensnotwenige Maßnahmen in Betracht gezogen werden und dazu gehört nicht der kommerzielle Ausverkauf von Mineralwasser.“

Es wäre naiv und riskant zu glauben, dass immer genügend Wasser in ausreichender Qualität da sei. Die Niederschlagsmenge in Bayern nimmt Jahr für Jahr ab, so der BR am 15.3.222: „Gegenüber dem dreißigjährigen Mittel regnete es im Jahr 2020 neun Prozent weniger“. Auch ein überregionales Messsystem, eine prognostizierte Neubildungsrate sowie Schlagwörter wie „regional“, „nachhaltig“ und „Verantwortungsbewusstsein“ können nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Wasserversorgung aus Oberflächen-Grundwasser durch Verunreinigungen, Trockenheit und steigende Temperaturen bedroht ist.

Deshalb muss Tiefenwasser für künftige Generationen reserviert bleiben – genau wie bereits 1994 vom Bayerischen Landtag beschlossen.

Cathrin Henke, stellv Landrätin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Judith Bogner, grüne Kreisrätin und Gemeinderätin in Schwindegg, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Lena Koch, grüne Kreisrätin und Gemeinderätin in Polling, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Zacharias Spörl, Stadtrat in Mühldorf und Kreisvorsitzender, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Bianca Hegmann, Sprecherin Ortsverband Polling, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Pressemeldung des Bündnis 90/Die Grünen KV Mühldorf

Rubriklistenbild: © Michael Reichel