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Renaturierung im Landkreis Mühldorf am Inn

Vom ehemaligen Fischteich zur Grasfroschkinderstube

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Auch der einst weit verbreitete Grasfrosch ist mittlerweile im Landkreis Mühldorf in seinem Bestand stark rückläufig. Mit der Renaturierung der Fischteiche bei Moosham durch den LPV Mühldorf bekommt der Froschlurch nun wichtige Fortpflanzungsgewässer zurück.

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Mühldorf kümmert sich um die Schaffung und Renaturierung bedeutender Amphibienlebensräume an der Fischteichanlage Moosham.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Mühldorf am Inn – Der neu angelegte Feldweg zwischen Moosham und Winden ist ein beliebter Spazierweg für die Menschen vor Ort. Südlich von Moosham führt der Weg vorbei an einer Fischteichanlage mit zahlreichen, verschieden großen Gewässern, die teilweise nicht mehr genutzt werden. Die Teiche sind mittlerweile von vielen Bäumen und Sträuchern eingewachsen, sodass man sie im Sommer vom Weg aus kaum sehen kann. 

Der Eigentümer der ehemaligen Fischteichanlage möchte sein Grundstück nun der Natur zur Verfügung stellen und hat deshalb den Landschaftspflegeverband Mühldorf mit der Planung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen beauftragt. Ziel des Projektes ist es, die Teiche und das Umland zu hochwertigen Lebensräumen für Grasfrosch und Co. zu entwickeln. Wärme und Licht sind dabei wichtige Kriterien, damit sich ein Gewässer als gute „Kinderstube“ für unsere heimischen Amphibien eignet. Daher wird im Zuge des Pflegeprojektes das Umland der Fischteiche „entbuscht“, das heißt, ein Großteil der Bäume und Sträucher zwischen den Teichen und dem Feldweg werden entfernt, um die Beschattung zu verringern. Der überwiegend aus Erlen bestehende Ufergehölzsaum entlang des Baches, der als ausgewiesenes Biotop gesetzlich geschützt ist, bleibt bestehen. 

Bei der Maßnahme wird darauf geachtet, dass besonders schöne und für das Landschaftsbild und die Tiere wertgebende Bäume erhalten bleiben. Leider ist es aus Gründen der Verkehrssicherung aber notwendig, auch vereinzelt solche Bäume zu entfernen

Zur Optimierung der Lebensraumstrukturen für einheimische Reptilien wie Zauneidechse und Ringelnhatter, werden Totholzhaufen aus einem Teil der anfallenden Gehölzschnitte angelegt. Die Gewässer selbst werden mithilfe eines Baggers renaturiert, das heißt alte Befestigungen aus Steinen oder Holz werden entfernt und Flachwasserzonen geschaffen, um die Teiche dadurch beispielsweise auch für die Gelbbauchunke attraktiv zu gestalten. Mit den geplanten Maßnahmen wird, je nach Witterung, voraussichtlich noch im Dezember begonnen. Sie sollen bis zum kommenden Frühjahr abgeschlossen sein.

Ein Teil der Teiche soll im Winter abgelassen werden und sich erst im zeitigen Frühjahr wieder mit Wasser füllen. Damit kann man sowohl den Prädationsdruck durch natürliche Fressfeinde, wie Libellenlarven, reduzieren, die vor allem den Kaulquappen nachstellen. Aber auch der Gefahr, dass unerlaubt ausgesetzte Goldfische und andere Aquarienfische die Fortpflanzung der Amphibien erheblich beeinträchtigen, indem sie sowohl die Eier als auch die Larven fressen, kann damit vorgebeugt werden. Grundsätzlich gilt: keine Gold- und Aquarienfische in der freien Natur „entsorgen“, da sie erheblich das natürliche Gleichgewicht in einem Stillgewässer stören und zur gänzlichen Ausrottung von Grasfrosch, Erdkröte und Gelbbauchunke führen können!

Pressemitteilung des Landschaftspflegeverbandes Mühldorf a. Inn e.V.

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