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Mobilität neu denken

ÖDP KV Mühldorf: Rufbus für Mühldorf?

Reinhard Retzer
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Reinhard Retzer

„Für die Zukunft lernen heißt von der ÖDP lernen.“ Dieses Fazit zog da Mühldorfer ÖDP-Bezirksvorstandsmitglied Bernhard Suttner nach dem Austausch mit dem Murnauer ÖDP-Bürgermeister und Bezirksrat Rolf Beuting.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Landkreis Mühldorf a. Inn - Am Samstag, 16. Juli 2022 traf sich der ÖDP Bezirksverband Oberbayern in Eichstätt zum Sonderparteitag und wählte u.a. die Delegierten für den Bundesparteitag. Mit dabei, Bernhard Suttner, Beisitzer im ÖDP-Bezirksvorstand.

Am Rande des Parteitags, informierten sich Suttner und die Mühldorfer Delegierten bei ÖDP-Bezirksrat und Bürgermeister von Murnau, Rolf Beuting über den seit mehreren Jahren etablierten bedarfsorientierten Rufbus in Murnau. 

“Das mit mehreren Multivans betriebene System hat eine intelligente Live-Routenplanung, befördert Fahrgäste zwischen 200 Haltestellen und erlaubt die Buchung per App oder Telefon”, erzählt Suttner begeistert. “In ganz Bayern werden aktuell ähnliche Projekte umgesetzt und durch den Freistaat gefördert”, erläutert Rolf Beuting. “Ökologisch 1a” besiegelt Beuting: “Fahrgäste teilen sich den Rufbus, erzeugen dadurch weniger Abgasemissionen und zudem fährt kein Bus sinnlos ohne Fahrgast in der Gegend herum.”

“Nachdem das unflexible und oft wenig genutzte Stadtbus System in Mühldorf scheinbar gescheitert ist, wäre es an der Zeit, Mobilität neu zu denken und entsprechende On-Demand Rufbusse endlich auch auf den Radar zu nehmen”, fordert Suttner.

Vor Abfahrt der Delegierten informierte ÖDP-Kreisrat Reinhard Retzer die Gruppe um Bernhard Suttner über einen „brandheißen“ Beschluss des Kreistags vom Freitag 15. Juli:

Der Landkreis will mit einem Pilotprojekt in die Erschließung der Fläche mit einem Rufbussystem einsteigen. Die Gemeinden Oberbergkirchen, Zangberg und Mettenheim sollen möglichst ab Sommer 2023 mit einem Sektorenbedarfsverkehr an die nächstgrößeren Kommunen Mühldorf und Ampfing angebunden werden. Im Pilotraum könnte im Zuge der Planung eine effektive Steigerung der Haltestellen um zusätzlich 50 weitere Standorte erfolgen. Mit dem Blick auf die einzelnen Gemeinden würde dies in Oberbergkirchen einen Zuwachs von 26 Haltestellen, in Zangberg von neun Haltestellen und in Mettenheim von 15 Haltestellen bedeuten. 86% der dortigen Bevölkerung hätte dann eine Haltestelle in maximal 400 m Entfernung. Eine Stunde vorher könnte der Bedarf per Telefon, Online oder per „Wohin-du-willst-App“ angemeldet werden. Ziel ist eine bedarfsorientierte Anbindung an Ampfing und Mühldorf.

„Die Mobilität der Menschen spielt sich zwischen den beiden Polen Individualverkehr und getaktetem ÖPNV ab. Der Sektorenbedarfsverkehr ist eine Möglichkeit, um Bürgern in den Landgemeinden Anschaffung und Unterhalt des einen oder anderen Autos zu ersparen,“ so Retzer. Angesichts der steigenden Spritpreise erwarte er einen Erfolg des Projektes, um es auf schließlich auf den gesamten Landkreis auszudehnen. „Wichtig wäre es jetzt natürlich, dass das Pilotprojekt an ein funktionierendes und bedarfsorientiertes Mühldorfer Stadtbusnetz angedockt werden könnte!“

Pressemeldung des ÖDP KV Mühldorf a. Inn

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