Auch Thema bei Bienen-Volksbegehren

Vorgehen gegen Steingärten? Das sagen Aktionsbündnis und Bauernverband

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Landkreis Mühldorf am Inn/Bremen - In Bremen gibt es derzeit Pläne, mehr gegen Steingärten vorzugehen. Auch beide Seiten aus der Debatte um das Volksbegehren "Rettet die Bienen" können dem etwas abgewinnen. 

"Wir vom Bauernverband haben ja in der gesamten Debatte um das Volksbegehren "Rettet die Bienen"  betont, dass hier dann die gesamte Gesellschaft in der Pflicht sein muss und nicht nur wir Landwirte", erklärt Bauernverbands-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer der auch CSU-Stadtrat in Mühldorf ist. Er sei daher grundsätzlich dafür, dass die Ausbreitung von Steingärten eingedämmt werde. "Denn auch viele solcher kleinen Flächen können in der Summe dann etwas ausmachen! Zudem schaut das ja auch teilweise nicht unbedingt schön aus."

Freiwilligkeit durch Aufklärung als bester Weg?

Er sehe aber in Verboten und verschärften Vorschriften nicht den alleinigen Weg hierbei. "Wenn dafür dann in der Bevölkerung kein Verständnis ist, bringt das ja nichts. Die Einhaltung wäre ja auch sehr schwierig zu kontrollieren. Außerdem bin ich ein Befürworter des 'bayerischen Wegs', den wir bei der CSU vertreten: Nicht alles gleich verbieten, sondern auf Freiwilligkeit setzen." Daher sei es vor allem wichtig, durch Aufklärung und Information dafür zu sorgen, dass es die Leute von sich aus in ihrem Garten grünen und blühen lassen.

Da stimmt ihm auch ÖDP-Politikerin Lisa Sieber vom Aktionsbündnis Mühldorf am Inn grundsätzlich zu. "Viele Leute sind sich auch nicht bewusst, was die Auswirkungen sind", betont sie. "Gegen bestehende Steingärten vorzugehen wäre falsch", betont sie. "Aber, wie das in Bremen geplant ist, bessere Vorschriften in Bebauungsplänen zu machen, wäre auch sehr wichtig." 

Pläne in Bremen

In Bremen gibt es derzeit Pläne, gegen Steingärten vorzugehen. Ein Gesetzentwurf des rot-grünen Senats soll in der zweiten Maiwoche in der Bremischen Bürgerschaft verabschiedet werden. Er sieht vor, dass Außenflächen "zu begrünen oder zu bepflanzen sind", sollte dies nicht einer anderen zulässigen Verwendung entgegenstehen. Im Klartext: Hütten, Terrassen oder gepflasterte Fahrrad-Stellplätze sind erlaubt, große Steinbeete nichtAuch in der Region waren diese schon Thema in der Kommunalpolitik. Erst kürzlich war in einer Stadtratssitzung in Mühldorf am Inn darüber debattiert worden, ob und wie die Einhaltung der Grünordnung in Bebbauungsplänen sicherzustellen ist und wie man die Ausbreitung von Steingärten einschränken könnte.

Auf Nachfrage unserer Redaktion äußerten sich auch die Stadtverwaltungen zu dem Thema. Dort ist man sich einig, dass das Thema auch vor dem Hintergrund des Volksbegehrens wichtig werden wird. In Mühldorf und Waldkraiburg will man das Thema in künftigen Bebauungsplänen daher berücksichtigen. 

In einer Umfrage auf innsalzach24.de sprach sich die Mehrheit der Befragten für mehr Kontrollen zur Einhaltung der Grünordnung aus:

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