Damit's nicht drunter und drüber geht

Koordinierungsstelle für Flüchtlingshelfer feiert Geburtstag 

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Sie hat den Durchblick: Martina Wastlhuber ist seit einem Jahr Ansprechpartnerin für Fragen rund um die Flüchtlingshilfe.

Mühldorf - Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger betätigen sich im Landkreis Mühldorf ehrenamtlich als Flüchtlingshelfer. Ohne ihr Engagement wäre eine Betreuung und die Integration von Flüchtlingen schier undenkbar. Der Zustrom hat zwar abgenommen, aber jetzt ist um so mehr ihre Hilfe bei der Integration gefragt.

Viele „Helferkreise“ haben sich gebildet und wiederum viele verschiedene Stellen sind involviert - darunter Wohlfahrtsverbände, Jobcenter, Landratsamt und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), um nur einige zu nennen. Dem sich daraus ergebenden Bedarf an Vernetzung trug der BRK Kreisverband Mühldorf vor einem Jahr Rechnung und stellte zur Ehrenamtskoordination in der Asylarbeit eigens eine Stelle bereit. Als zentrale Ansprechpartnerin für alle Belange rund um das Thema Asylarbeit steht den ehrenamtlichen Asylhelfern und Helferkreisen seither Martina Wastlhuber mit Rat und Tat zur Seite.

Gegenseitige Unterstützung ist das A und O

Angesiedelt in der Außenstelle Asyl am Bahnhofsfußweg arbeitet sie sehr eng mit den Asylsozialberatern des Landratsamtes zusammen. „Die Informationswege sind kurz und die Arbeit ist von gegenseitiger Unterstützung geprägt,“ stellt Martina Wastlhuber den guten Team-Zusammenhalt heraus. „Schnelllebige Gesetzesänderungen machen es den Helferkreisen nicht immer leicht. Daran lässt sich auf unserer Ebene zwar nichts ändern - das Landratsamt ist hier nur die ausführende Behörde, aber wir können unterstützen und beraten. Dafür stehe ich gerne persönlich zur Verfügung.“

Im Jahr 2016 wurden bereits zwei gemeinsame Workshops und zwei „Runde Tische“ sowie zwei Informationsabende organisiert, bei denen sich nicht nur ehrenamtliche Helfer sondern auch potentielle Arbeitgeber beispielsweise über die Beschäftigungsmöglichkeiten von Asylbewerbern informieren konnten. Außerdem starteten zwei Supervisionsreihen und es fanden gemeinsame Veranstaltungen mit den Flüchtlingen statt, beispielsweise ein Fest unter dem Motto "Ma(hl) anders" mit dem Haager Helferkreis.

Und die Arbeit hört nicht auf ...

„Die Rotkreuzarbeit ist seit jeher von ehrenamtlichem Engagement geprägt und die Flüchtlingshilfe ist als eine zentrale Aufgabe in unseren Grundsätzen verankert. Mit der Schaffung dieser Stelle konnten wir hierzu einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung vor Ort leisten,“ lobt BRK-Kreisgeschäftsführerin Tanja Maier die Arbeit von Martina Wastlhuber.

Im Jahr 2017 sind wieder Runde Tische geplant, zum Informationsaustausch zwischen den Ehrenamtlichen, dem Landratsamt, Gemeinde- und Kirchenvertretern. Außerdem stehen Informationsabende auf dem Programm, beispielsweise zum Thema Rückkehrberatung, und der Start weiterer Supervisionsreihen für die Ehrenamtlichen.

Helfen auch Sie!

Für die Zukunft wünscht sich Martina Wastlhuber weiterhin gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten in der Asylarbeit, und dass sich die Helfer und Helferinnen nicht von Schwierigkeiten in ihrer wichtigen Arbeit entmutigen lassen!

Ehrenamtliche Helfer/innen werden übrigens weiterhin gesucht für: Arztfahrten und Behördengänge als Sprachmittler, für Freizeitgestaltung - es sind auch neue Ideen willkommen. Bei Interesse bitte melden bei Martina Wastlhuber, Telefon 08631/699920.

Pressemitteilung BRK Mühldorf am Inn

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