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Zwei Tiere im Raum Mühldorf angeblich tot

Gerücht über brutalen Pferdeschänder im Umlauf - Reiterhöfe, Polizei und Landratsamt äußern sich

Symbolbild: Ein Pferd steht auf einer Koppel.
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Symbolbild: Ein Pferd steht auf einer Koppel.

Treibt ein Pferdeschänder sein Unwesen im Raum Mühldorf? Über Messengerdienste verbreiten sich aktuell Nachrichten über schreckliche Taten, die Pferdeliebhaber schockieren. Zwei Tiere sollen bereits nach grausamen Verstümmelungen gestorben sein. Innsalzach24 ist der Sache nachgegangen.

Landkreis Mühldorf am Inn - Leider kommt es immer wieder zu brutalen Übergriffen auf Tiere in der Region. Dieses Mal soll ein besonders grausamer Pferdeschänder unterwegs zu sein. Pferdehalter sprechen von Unsicherheit und Angst um ihre Lieblinge.

Das Gerücht: Grausamer Pferdeschänder im Raum Mühldorf unterwegs

In Sprachnachrichten, welche der Redaktion vorliegen, wird gewarnt: Drei Wallache sollen bereits Opfer eines unbekannten und angeblich erschreckend methodisch vorgehenden Täters geworden sein. Zuletzt soll er in Rattenkirchen zugeschlagen haben. Einem Haflinger soll er mit einem Schraubenzieher in den Hals gestochen haben.

Ein schlimmeres Schicksal ereilte angeblich die beiden anderen Wallache. In Mühldorf soll er einem Pferd den Penis abgeschnitten, in Niederbergkirchen soll er einem Tier sogar einen Hinterlauf abgetrennt haben. Beide sollen verstorben sein. Sogar eine Personenbeschreibung wird in den Sprachnachrichten angegeben.

Die Besorgnis der Halter lässt sich nicht nur gut verstehen, sondern auch in den Sprachnachrichten hören. Wer sein Pferd aktuell an öffentlich zugänglichen und bekannten Höfen stehen hat, macht sich natürlich Gedanken bei derartig schrecklichen Geschichten. Die Polizei sei bereits informiert, heißt es. Auf Anfrage von innsalzach24.de bei der Polizeiinspektion Mühldorf bestätigte man zunächst nur, dass man von den Gerüchten wisse.

Spurensuche bei unklarer Faktenlage: Wurden wirklich Pferde verletzt?

Um nachvollziehen zu können, wie es um die Sicherheit der Pferde im Landkreis Mühldorf steht, stellte innsalzach24.de eine Anfrage an die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf mit einer detaillierten Beschreibung der mutmaßlichen Fälle. Die Antwort auf die Frage, ob einer oder mehrere der beschriebenen Fälle bestätigt werden kann, lautete: „Dem Veterinäramt liegen aktuell keine Erkenntnisse zu den geschilderten Fällen vor. Da die geschilderten Fallkonstellationen unter Umständen den Verdacht einer Straftat begründen, sind die Strafverfolgungsbehörden für weitere Ermittlungsmaßnahmen zuständig.“

Nachgefragt bei drei Höfen in Mühldorf, Rattenkirchen und Niederbergkirchen

Da die Fälle in den vorliegenden Sprachnachrichten örtlich recht genau beschrieben werden, stellte innsalzach24.de auch an drei Höfe der Region telefonische Anfragen. Bei der Reitanlage Hart bei Mühldorf, in der Region, in der einem Wallach angeblich der Penis abgetrennt worden sein soll, weiß man von den Gerüchten, nicht aber von einem derartig grausamen Vergehen. Generell gab es keinerlei Verletzungen an den Tieren. Woher die Gerüchte stammen, könne man sich nicht erklären, so die Auskunft. Für eine Verletzung dieser Art müsse das Tier wohl bewusstlos gewesen sein, wenn es denn zu einer solchen Tat gekommen wäre.

Auch an der Reitanlage Moarhof in Eitzing bei Rattenkirchen weiß man nichts von Geschehnissen, die den Gerüchten entsprechen. Auf Anfrage wird mitgeteilt, dass es keinerlei Vorkommnisse gab. Den Tieren geht es gut. Ob es in der Umgebung zu einem derartigen Übergriff gab, konnte von einem Sprecher der Reitanlage - wenn auch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit - nicht bestätigt werden.

Niederbergkirchen wird als drittes und letztes Gebiet angeführt, in dem der mutmaßliche Pferdeschänder unterwegs gewesen sein soll. Die Anfrage an den Ponyhof Wolf bei Niedertaufkirchen, welcher nahe Niederbergkirchen liegt, erhielt eine ähnliche Antwort. Auch hier wisse man von den Gerüchten, könne aber nicht bestätigen, dass auch nur ein Tier verletzt wurde. Man achte natürlich auf die Sicherheit, aber verdächtige Vorfälle oder gar Übergriffe gab es am Hof nicht.

Fehlanzeige bezüglich verletzter oder toter Pferde auch bei der Polizei Mühldorf

Eine erneute Anfrage bei der Polizei ließ zuletzt den Verdacht erhärten, dass die Fälle der verletzten und teils toten Pferde zumindest nicht einmal gemeldet wurden. „Anzeigen gab es in letzter Zeit keine“, teilt ein Sprecher der Polizeiinspektion Mühldorf mit. Man wisse natürlich um die Verbreitung der Gerüchte, und dass sich viele Pferdehalter nachvollziehbarerweise Sorgen machen. Es wurde bereits des Öfteren nachgefragt. Ohne entsprechende Anzeigen, könne jedoch keine Tat verfolgt werden.

Wichtig sei es, das betont der Sprecher, derartige Fälle unbedingt den Behörden zu melden. Sonst könne keine Strafverfolgung stattfinden.

mda

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