Pressemitteilung ver.di Bezirk Rosenheim

Staffeltour für gute Pflege - Aktion Olympischer Brief in Mühldorf und Altötting

Landkreis Mühldorf - Am Mittwoch dem 22. Mai erreicht der Olympische Brief der Pflegekräfte die Kreiskliniken in den Landkreisen Mühldorf und Altötting. Dies ist eine Aktion von über 20 Bündnissen in ganz Deutschland, die gegen den Pflegenotstand aktiv sind.

Seit Anfang Januar ist die mittlerweile über 300 Meter lange Schriftrolle unterwegs durch Deutschland und seine Krankenhäuser. Sie ist auf ein fahrbares Gerät montiert, dass die Bündnisse scherzhaft OLM nennen (Olympic Letter Machine).

Seit dem Start Anfang Januar in Kiel füllt sich die Schriftrolle vor allem mit den Unterschriften von Beschäftigten der Krankenhäuser, aber auch Patienten und Angehörige unterschreiben. Sie soll bei der Gesundheitsministerkonferenz am 5. Juni in Leipzig an Jens Spahn übergeben werden.

Der Olympische Brief fordert eine Personalbemessung am wirklichen Bedarf der Patientinnen und Patienten, die Finanzierung aller Investitionskosten und die Abschaffung der Fallpauschalen als Abrechnungssystem.

Für den Mittwoch ist eine Staffeltour an allen vier Kliniken in den Landkreisen Mühldorf und Altötting geplant. Die ver.di-Aktiven stellen den Brief ihren Kolleginnen zur Unterschrift bereit und fahren ihn dann jeweils weiter zur nächsten Klinik. Los geht es in Haag um 8.30h. Es folgen die Beschäftigten in Mühldorf. Von dort wird der Brief nach Altötting übergeben für eine Fotoaktion um 12.30h. Letzte Station ist am Nachmittag die Belegschaft der Kreisklinik Burghausen.

Dazu ver.di Sekretär Win Windisch: "Der Brief war bisher ein großer Erfolg und das ist hier in Mühldorf und Altötting nicht anders. Die Pflegekräfte und andere Beschäftigte in den Kreiskliniken brauchen dringend Entlastung. Mit Ihrem täglichen Engagement stellen sie sicher, dass der Laden läuft."

Die durch Jens Spahn eingeführten Personaluntergrenzen brächten keine Entlastung so Pflegerin Manuela Landgraf: "Spahns Mindestpflege reicht nicht. Das soll der Brief an den Bundesgesundheitsminister deutlich machen. Die Menschen haben ein Recht auf gute Pflege und gute Pflege orientiert sich am Bedarf der Menschen. Wir wollen nicht an der Untergrenze versorgen. Wir brauchen eine echte Personalbemessung.“

Manuela Schröck, Beschäftigte in der Kreisklinik Altötting ergänzt: „Ein Krankenhaus ist keine Fabrik – das muss endlich in die Köpfe der Verantwortlichen. Der Mensch gehört in den Mittelpunkt der Gesundheitsversorgung, nicht der Profit.“

Und so Schröck weiter: „Deshalb unterstützen wir das Volksbegehren ‚Stoppt den Pflegenotstand‘. Wir brauchen ein Gesetz für ausreichend Personal an Bayerns Kliniken."

Pressemitteilung ver.di Bezirk Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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