Schilderwald zwischen Pastetten und Tunnel Wimpasing

Tempolimit auf A94: "Alle zwei Kilometer haben wir ein Schild aufgestellt"

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Auf gut 35 Kilometern ist seit dem 1. Februar ein Tempolimit von 120 km/h vorgegeben - vorerst bis zum 31. Juli.

Landkreis Mühldorf – Seit 1. Februar greift das Tempolimit von 120 km/h auf dem neuen Abschnitt der A94 zwischen dem Tunnel Wimpasing bei Ampfing und Pastetten.

Seit Samstag, den 1. Februar weisen schätzungsweise 90 Schilder auf der A94 zwischen dem Tunnel Wimpasing bei Ampfing und Pastetten auf das temporäre Tempolimit von 120 km/h hin. „Alle zwei Kilometer haben wir ein Schild aufgestellt. Des Weiteren gibt es zusätzliche Schilder nach beispielsweise Auffahrten“, so die VSS Verkehrs-Sicherungs-Service GmbH aus St. Wolfgang bei Dorfen. Dabei handle es sich um Baustellenschilder mit einem Zusatzhinweis, wie viele Kilometer die tempobeschränkte Strecke noch andauert.


Schilderwald auf der A94 für das Tempolimit

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Vorerst ist diese Geschwindigkeitsbegrenzung bis zum 31. Juli gültig. Optional könnten drei Monate zusätzlicher Beurteilungszeitraum hinzukommen. Hintergrund für das Tempolimit ist nämlich die Lärmbelastung für die Anwohner durch den seit 1. Oktober eröffneten Teilabschnitt der A94. Daraufhin hat sich die Politik für diese temporäre Maßnahme entschieden.


Nun werden vom Verkehrsministerium Lärmschutzmessungen durchgeführt. „Erst nach Beurteilung der Ergebnisse könnten weitere Maßnahmen besprochen werden“, erklärt Oliver Patzer, Sprecher des Innenministeriums.

Anwohner: "An allem gespart"

Laut den Lärmgeplagten wurde „an allem gespart“. Diesen Vorwurf untermauerten die Anwohner zuletzt auch beim Lärmschutzgipfel in Rattenkirchen. Sowohl die Lärmschutzvorrichtungen als auch der Asphalt seien mangelhaft.

Die Diskussionen zum Tempolimit wurden im Vorfeld kontrovers geführt. Während einige Parteien sich gegen ein permanente Geschwindigkeitsbegrenzung aussprechen, fordern die Grünen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. 

Sogar eine Petition gegen ein Tempolimit wurde eingeführt, das inzwischen bereits mehr als 13.000 Unterstützer hat. Ob ein permanentes Tempolimit eingeführt wird, werden die Ergebnisse der kommenden Monaten zeigen. Mit der Prüfung werden alle Maßnahmen untersucht, die in Zukunft für besseren Lärmschutz für die Anwohner sorgen sollen.

jz

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