Pressemeldung des Landratsamtes Mühldorf a. Inn

Landrat Georg Huber lud zur Einbürgerungsfeier ins Landratsamt

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Die neu Eingebürgerten bei der Feier im Landratsamt mit Landrat Georg Huber

Landkreis Mühldorf - „Es ist gar nicht so einfach, die Staatsbürgerschaft des Landes und des Zuhauses aufzugeben, in dem man aufgewachsen ist“, begrüßte Landrat Georg Huber 22 Neubürgerinnen und –bürger, die zusammen mit ihren Familien zur Einbürgerungsfeier ins Landratsamt kamen.

Umso mehr hoffte er, dass sich die Eingebürgerten „hier im Landkreis wohl fühlen und gemeinsam mit uns das Leben hier gestalten.“ Und weiter: „Wir feiern heute hier auch zusammen, dass wir in einem demokratischen Staat leben, in dem sich jeder Einzelne entfalten kann.“ Insgesamt 73 Menschen haben sich im Jahr 2018 dazu entschieden, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen und im Landkreis Mühldorf a. Inn zu leben, 45 von ihnen aus EU-Staaten. Erstmals stellten die Briten mit 12 Personen die größte Gruppe der Eingebürgerten dar. 28 Eingebürgerte aus 12 Nicht-EU-Staaten müssen ihre Staatsbürgerschaft für ihre Einbürgerung aufgeben, einer von ihnen ist Kader Sulaiman aus dem Irak. Als er vor fast neun Jahren nach Deutschland kam, war das Land für ihn nicht völlig unbekannt. Vier Brüder leben bereits hier, der Älteste schon seit 20 Jahren. Bereits im Schulunterricht wurde die Geschichte und Gegenwart Deutschlands behandelt. Auf die Frage, was ihn am meisten dabei beeindruckt hat, antwortete er: „Alle Menschen sind gleich“ und „die Freiheit, dass ich mich nach meinen Interessen weiter entwickeln kann.“

Landrat Georg Huber überreicht Kader Sulaiman ein kleines Präsent, um den Übergang in die neue Staatsbürgerschaft zu versüßen.

Mit seinem Wissen und auf den Erfahrungen seiner hier ansässigen Familie aufbauend, fand er sich dann auch schnell in Deutschland zurecht. Sobald er seine Aufenthaltserlaubnis in Händen hielt, arbeitete er und machte schließlich seine Gesellenprüfung als Gebäudereiniger. Als Objektleiter bei einer großen Gebäudereinigungsfirma ist er heute häufig längeren Strecken unterwegs und absolviert nebenbei auch noch den Meisterkurs. Kader Sulaiman bewundert das duale Ausbildungssystem und freut sich, dass es neben den Lernmöglichkeiten eben auch die entsprechenden Jobaussichten hierzulande gäbe. Deutschland ist mittlerweile sein „Heimatland“ geworden, in dem er sowohl beruflich als auch privat seine Zukunft planen möchte. Daher war es für ihn ein logischer Schritt, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Auf die Frage, was für ihn typisch deutsch sei, antwortet er, „viel Papier“, das für ihn Hand in Hand mit der gut funktionierenden Verwaltung in Deutschland geht. Eine weitere positive Eigenschaft, die er sich zu Eigen gemacht hat, ist seiner Ansicht nach „Pünktlichkeit“. Das hat er auch gleich bei der Einbürgerungsfeier unter Beweis gestellt, denn er reiste direkt von seinem Meisterkurs aus Baden-Württemberg an und war eine Dreiviertelstunde zu früh.

Pressemitteilung des Landratsamtes Mühldorf a. Inn

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