Kreisvorsitzender Ulli Maier im Gespräch

Das sind die Kommunalwahl-Pläne der UWG

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Ulli Maier
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Landkreis Mühldorf am Inn/Waldkraiburg - Im Gespräch mit unserer Redaktion äußert sich Kreis-UWG-Vorstand Ulli Maier zum aktuellen Stand der Pläne seiner Partei für die Kommunalwahl 2020.

Bei den Landtagswahlen treten UWG und WGW gemeinsam als "Freie Wähler" (FW) an. Bei den Kommunalwahlen getrennt. Bei manchem sorgt das für Verwunderung. "Die Ebene der FW geht im Prinzip von der Bundesebene bis runter in die Landkreise, beispielsweise bei Bundes- und Landtagswahlen", erläutert Maier. 

"Darunter identifizieren sich die 'Unabhängigen' eher etwas gemischter und je nach Kommune in Form von UWG, WGW, ÜWG, AWG, freien Wählergruppen und so weiter." Diese unter den "Freien Wählern" zu bündeln, würden viele als unpassend empfinden und deshalb werde auf Landkreisebene, also für die Kommunalwahl, mehrheitlich die Zuordnung "UWG" und "WGW" bevorzugt. "So bleibt auch die Unabhängigkeit gewahrt und die regionalen Besonderheiten, im UWG-Wählerbereich sind die drei Landkreisstädte, im WGW-Wählerbereich haben wir eine starke ländliche Struktur, können besser berücksichtigt werden."

Baumgartner entscheidet sich im September

Die Chancen der UWG, Sitze in Gemeinde- und Stadträten zu halten oder sogar Zugewinne zu erzielen seien nicht grösser oder kleiner als bei den etablierten Parteien. "In 2020 ist ja stark damit zu rechnen, dass es neue Parteien beziehungsweise Wählergruppen bei den Kommunalwahlen im Landkreis geben wird", erläutert Maier, "Entscheidend wird also sein, in welchem Umfang diese in die Kommunalparlamente einziehen. Dies dürfte die Mehrheitsverhältnisse gravierend beeinflussen und hierdurch könnte eine Stabilität der Sitze, UWG/WGW beispielsweise haben aktuell 15 von 60 Sitzen im Kreistag schon für positiv veränderte Mehrheitsverhältnisse sorgen."

Derzeit stellt die UWG in zwei der drei Städte im Landkreis die Bürgermeister. "Robert Pötzsch hat eine erneute Kandidatur in Waldkraiburg bestätigt", erklärt Maier, "Erwin Baumgartner wird sich bis zum Sommer äußern." Daneben verweist er auf die kürzliche Fusion der Mühldorfer UWG und der FM. "Ich gehe davon aus, dass die in nächster Zeit ihre kommunalpolitische Arbeit abstimmen werden und dann zu gegebener Zeit Aussagen zu einem Bürgermeisterkandidaten treffen." Auch Pläne für einen Landratskandidaten gäbe es. "Nach jetzigem Stand wird die UWG einen gemeinsamen Kandidaten mit der WGW aufstellen. Die Nominierung ist nicht vor Herbst geplant. Uns drängt ja auch keiner aus der Landes- oder Bundesebene."

Auch andere Parteien äußerten sich zu Stand von Kommunalwahl-Planungen

Auch AfD, Grüne, CSU, ÖDP und SPD haben sich gegenüber unserer Redaktion schon zu ihren aktuellen Planungen für die Kommunalwahl 2020 geäußert. SPD-Kreisvorsitzende Angelika Kölbl betonte, sie sehe gute Wiederwahl-Chancen für Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner. Der stellvertretende ÖDP-Kreisvorsitzende Reinhard Retzer erklärte, wichtigstes Ziel seiner Partei sei es, im Kreistag auf Fraktionsstärke zu kommen. 

Ex-Umweltminister Marcel Huber, welcher der Kreis-CSU vorsteht, lobte die transparente parteinterne Wahl von CSU-Landratskandidaten Maximilian Heimerl und dessen Qualität für das Amt. Grünen-Kreisvorsitzende Judith Bogner berichtete, dass sie einen Platz im Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde Schwindegg anstrebt und es auch Überlegungen für einen grünen Landratskandidaten gäbe. Der Kreisvorsitzende der AfD, Oliver Multusch, wiederum beklagte, potenzielle Kandidaten seiner Partei müssten mit Repressalien rechnen und würden davon abgeschreckt. 

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