WGW-Vorsitzender zu Kommunalwahl-Plänen

Schöberl: Schlechte Chancen für Vergrößerung der Kreistags-Fraktion

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Landkreis Mühldorf am Inn/Gars am Inn - Im Gespräch mit unserer Redaktion äußert sich Kreis-WGW-Vorstand Josef Schöberl zum aktuellen Stand der Pläne seiner Partei für die Kommunalwahl 2020.

Die Wählergemeinschaft West (WGW) gibt es inzwischen seit über 30 Jahren. "Die Idee war, eine eigene unabhängige Wählergemeinschaft für die eher ländlich geprägten westlichen Gemeinden des Landkreises Mühldorf zu haben", erläutert WGW-Kreisvorsitzender Josef Schöberl. "Die Abgrenzung von der UWG dient auch dazu, dass die Unabhängigen aus dem westliche Landkreis ihren Platz im Kreistag haben." Bei den Landtagswahlen treten UWG und WGW gemeinsam als "Freie Wähler" (FW) an. Bei den Kommunalwahlen getrennt."Eine Fusion zu einem Freie Wähler-Kreisverband wird immer wieder diskutiert", erklärt Schöber, "Aber letztlich wird das immer wieder abgelehnt."

Landrats-Kandidat mit der UWG

Die Chancen der WGW auf Plätze in den Gemeinderäten sei genauso, wie bei den letzten Wahlen. "In den Landgemeinden gibt es ja häufig nicht mal Parteilisten!" Dagegen rechne er sich keine guten Chancen für eine Vergrößerung der Kreistagsfraktion aus, räumt Schöberl ein. "Dafür treten zu viele Parteien teils das erste Mal bei der anstehenden Kommunalwahl an. Wir gehen daher davon aus, dass wir unseren aktuellen Anteil halten werden." 

Aktuell könne er noch nichts zu unabhängigen Bürgermeisterkandidaten sagen. "Das wird noch vier, fünf Monate dauern, bis da jemand aufgestellt wird." Abschließend bestätigt Schöberl auch die Pläne für einen gemeinsamen Landrats-Kandidat mit der UWG. "Wir hatten bereits aussichtsreiche Gespräche, aber fix ist noch nichts."

Auch andere Parteien äußerten sich zu Stand von Kommunalwahl-Planungen

Auch AfD, Grüne, CSU, ÖDP, SPD und UWG haben sich gegenüber unserer Redaktion schon zu ihren aktuellen Planungen für die Kommunalwahl 2020 geäußert. UWG-Vorsitzender Ulli Maier berichtete, dass sich der Neumarkter Bürgermeister Erwin Baumgartner erst im September entscheiden werde, ob er erneut zur Wahl steht. SPD-Kreisvorsitzende Angelika Kölbl betonte, sie sehe gute Wiederwahl-Chancen für Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner. Der stellvertretende ÖDP-Kreisvorsitzende Reinhard Retzer erklärte, wichtigstes Ziel seiner Partei sei es, im Kreistag auf Fraktionsstärke zu kommen. 

Ex-Umweltminister Marcel Huber, welcher der Kreis-CSU vorsteht, lobte die transparente parteinterne Wahl von CSU-Landratskandidaten Maximilian Heimerl und dessen Qualität für das Amt. Grünen-Kreisvorsitzende Judith Bogner berichtete, dass sie einen Platz im Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde Schwindegg anstrebt und es auch Überlegungen für einen grünen Landratskandidaten gäbe. Der Kreisvorsitzende der AfD, Oliver Multusch, wiederum beklagte, potenzielle Kandidaten seiner Partei müssten mit Repressalien rechnen und würden davon abgeschreckt. 

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