Forderung des Mühldorfer Kreistags

Tempolimit auf der A94? - Das sagen unsere Leser

+
Erst Anfang Oktober war die Isentalautobahn zwischen Pastetten und Heldenstein nach jahrelangen Protesten eröffnet worden. Nun klagen immer mehr Anwohner über eine enorme Lärmbelastung.

Landkreis Mühldorf am Inn - Ein Beschluss des Mühldorfer Kreistags mit der Forderung nach einem Tempolimit auf der A94 zum Schutz von Anwohnern vor Verkehrslärm stößt auf gemischte Reaktionen in unserer Leserschaft.

Der Mühldorfer Kreistag hatte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Resolution für mehr Lärmschutz an der A94 beschlossen. Die Staatsregierung wird darin aufgefordert, als Sofortmaßnahme eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Empfehlung von Fachleuten umzusetzen, bis die zusätzlichen aktiven und passiven Lärmschutzmaßnahmen greifen. Die Meinungen zu diesem Beschluss gehen in der innsalzach24.de-Leserschaft auseinander. In einer Umfrage im Artikel stimmten, Stand Dienstagnachmittag, mit etwa 58 Prozent die Mehrheit gegen ein Tempolimit:


Viele kritische Stimmung

Auch in der Diskussion unter unseren Lesern werden viele kritische Stimmen laut. "Hält sich doch eh keiner dran, Blitzer dürfen Sie nicht aufstellen und wenn dann höchstens einen oder zwei, da wird dann schön 80 gefahren um kurz darauf wieder Gas zu geben", kritisiert Manuel R. in der Diskussion unter dem Post zum Artikel auf der Facebook-Seite von innsalzach24.de.


"Eine äußerst kurzsichtige Entscheidung und eine, die mehr Agressionen schürt, wie ich finde", schreibt Michael P.. "Lärmschutz hat natürlich Priorität, aber ein Tempolimit deswegen an bestimmten Stellen, wird nicht die richtige Antwort sein." Rolf G. kommentiert: "Man merkt, dass bald Wahlen sind ..." Ähnlich scheint das auch Andreas G. zu sehen: "Tempolimit ist halt das Billigste - klar dass das Mittel der Wahl ist."

Auch Zustimmung für Tempolimit

Doch es gibt auch Zustimmung für den Beschluss des Kreistags. "Also ich wohne in Mühldorf Nord und merke davon recht wenig. Ein Tempolimit wäre trotzdem angebracht wenn man bedenkt wie viele Unfälle auf diesem Abschnitt so passieren. Zumindest zwischen Ampfing und Marktl", erklärt Stefan S.."Würde sagen Tempolimit wäre wichtiger! Bei so vielen Unfällen auf dieser Strecke", kommentiert auch Regula W..

"Angesichts der hier berichteten und in den Kommentaren schlecht geredeten Veranstaltung, gibt es scheinbar trotzdem genug betroffene, die anderer Meinung sind. Vielleicht sollte die Situation und eine eventuelle Notwendigkeit von Lärmschutzmaßnahmen tatsächlich von einer dafür prädestinierten, 'neutralen' Stelle beurteilt werden", bemerkt User "Merkt" im Kommentarbereich unter dem Artikel. "Ich bezweifle, dass irgend einer der Kommentatoren hier, inklusive mir, nur ansatzweise die nötige Fachkompetenz besitzt, dies objektiv zu tun."

Anwohner fordern besseren Lärmschutz

Anfang Oktober war die Isentalautobahn zwischen Pastetten und Heldenstein nach jahrelangen Protesten eröffnet worden. Nun klagen immer mehr Anwohner über eine enorme Lärmbelastung. Der Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags beschloss daher bereits vor kurzem einstimmig, dass die Staatsregierung ein Lärmgutachten erstellen soll. Zudem entzündeten am Donnerstag der vergangenen Woche Anwohner aus Protest entlang der Autobahn-Trasse Mahnfeuer. Politiker verschiedener Parteien wohnten der Veranstaltungen bei und solidarisierten sich mit der Aktion.

Die zuständigen Stellen kündigten bereits neue Messungen an. "Wir können natürlich auch nicht ausschließen, dass man in Einzelfällen nachbessern muss", erklärte Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern, gegenüber innsalzach24.de.

Kommentare