Die Linke-Vorsitzender zu Kommunalwahl-Plänen

"Wir sind Realisten. Der Kreis ist nicht gerade eine linke Hochburg"

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Landkreis Mühldorf am Inn - Im Gespräch mit unserer Redaktion äußert sich Kreis-Die Linke-Vorstand Claus Debnar zum aktuellen Stand der Pläne seiner Partei für die Kommunalwahl 2020.

"Der Kreisverband betrachtet die kommenden Kommunalwahlen als überaus bedeutsam und richtungsweisend", betont Debnar. "Wird uns doch hier die Möglichkeit gegeben, den Bedürfnissen der Bevölkerung direkt vor Ort eine offizielle Stimme zu verleihen. In Zeiten neoliberaler Umformung und faschistischer Wahlerfolge ist dies bitter notwendig." Natürlich seien sie Realisten. "Unsere Ressourcen sind begrenzt und der Landkreis Mühldorf ist nicht gerade eine linke Hochburg."

Stadtratslisten in Mühldorf und Waldkraiburg sicher geplant

In Mühldorf und Waldkraiburg seien Stadtratslisten sicher vorgesehen. "Die Planung hierfür ist bereits weit fortgeschritten. Neben dem wollen wir in diesen Städten einen Bürgermeisterkandidaten beziehungsweíse eine Bürgermeisterkandidatin aufstellen." Parallel werde am Einzug in den Mühldorfer Kreistag gearbeitet. "Ebenfalls ist die Nominierung eines Landratskandidaten beziehungsweise einer Landratskandidatin beabsichtigt."

"Nach Analyse der letzten Wahlergebnisse im Landkreis gehen wir durchaus optimistisch in die Wahl und gehen davon aus, dass wir auch bald im Landkreis Mühldorf ein demokratisches Mandat erhalten werden, die Politik im Sinne der Bevölkerung mitzugestalten", so Debnar abschließend.

Auch andere Parteien äußerten sich zu Stand von Kommunalwahl-Planungen

Auch AfD, Grüne, CSU, ÖDP, SPD, UWG  und WGW haben sich gegenüber unserer Redaktion schon zu ihren aktuellen Planungen für die Kommunalwahl 2020 geäußert. WGW-Vorsitzender Andreas Schöberl räumte ein, dass er mit keiner Vergrößerung der Kreistagsfraktion rechne. UWG-Vorsitzender Ulli Maier berichtete, dass sich der Neumarkter Bürgermeister Erwin Baumgartner erst im September entscheiden werde, ob er erneut zur Wahl steht. SPD-Kreisvorsitzende Angelika Kölbl betonte, sie sehe gute Wiederwahl-Chancen für Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner. Der stellvertretende ÖDP-Kreisvorsitzende Reinhard Retzer erklärte, wichtigstes Ziel seiner Partei sei es, im Kreistag auf Fraktionsstärke zu kommen. 

Ex-Umweltminister Marcel Huber, welcher der Kreis-CSU vorsteht, lobte die transparente parteinterne Wahl von CSU-Landratskandidaten Maximilian Heimerl und dessen Qualität für das Amt. Grünen-Kreisvorsitzende Judith Bogner berichtete, dass sie einen Platz im Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde Schwindegg anstrebt und es auch Überlegungen für einen grünen Landratskandidaten gäbe. Der Kreisvorsitzende der AfD, Oliver Multusch, wiederum beklagte, potenzielle Kandidaten seiner Partei müssten mit Repressalien rechnen und würden davon abgeschreckt. 

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