Neues Radwegnetz soll Tourismus und regionale Wirtschaft stärken

1.047 km und 24 Thementouren: Inn-Salzach-Region mit dem Rad erkunden

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von links: Sebastion Witthorst, Erwin Schneider, Andrea Streiter, Georg Huber und Marion Appold bei der Eröffnung des neuen Radwegnetzes
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Erharting – Der Tourismusverband Inn-Salzach hat die Eröffnung des Radwegnetzes Inn-Salzach im Landgasthof Pauliwirt gefeiert. Nach zwei Jahren Projektarbeit und Investitionen von 750.000 Euro soll der Radtourismus damit weiterhin gefördert und die regionale Wirtschaft gestärkt werden.

Eine Brotzeittour ohne Gaststätte und eine schlechte, nicht einheitliche und nicht durchgehende Beschilderung – das war vor zwei Jahren traurige Realität für die Radfahrer in der Region. Aber auch Anlass diese Umstände zu verbessern. „Es ist wichtig, die schönen Orte in unserer Region zu finden“, so Andrea Streiter, Geschäftsführerin vom Tourismusverband Inn-Salzach.

Nach zwei Jahren Projektentwicklung können die Radfahrer nun auf 24 Thementouren und auf über 1.000 km ausgeschilderte Radwege durch 55 Orte die vielen Highlights der Region entdecken. Doch auch spezielle sowie bunte Themen-Touren wie Biergarten, Burgen, Eiszeit, Feierabend oder eine „Radlsafari“ stehen den Touristen, aber auch den Einheimischen zur Verfügung. Alle Infos zum neuen Radwegnetz finden sie hier.

Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur

„Denn da wo sich die Einheimischen wohlfühlen, fühlen sich auch die Touristen wohl“, ist sich Ministerialrätin vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Marion Appold, sicher. In ihrer Abteilung Tourismus steht man für das Leitbild „Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur“, das sich sehr gut mit dem neuen Radwegnetz vereinbaren lässt. Besonders erfreulich sei, dass es ein landkreisübergreifendes Projekt war, denn die Radfahrer interessiere die Grenzen auch nicht.

von links: Georg Huber, Andrea Streiter und Erwin Schneider haben bei der Eröffnung gleich Lust bekommen Rad zu fahren

Schneider: "Wichtiges Ereignis für beide Landkreise"

Das sahen auch beide Landräte ähnlich. Erwin Schneider (CSU), Landrat im Landkreis Altötting, sprach von „einem wichtigen Ereignis für beide Landkreise“. Der Radtourismus befinde sich im Wachstum und sei zukunftsfähig, besonders wegen dem Klimawandel habe sich eine Dynamik entwickelt, Urlaub in der eigenen Region zu machen. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, so das Fazit von Schneider.

Georg Huber (CSU), Landrat im Landkreis Mühldorf, konnte sich den Vorrednern nur anschließen und bedankte sich bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit, denn es sei nicht leicht gewesen, alle an einen Tisch zu bekommen. Er hoffe, dass viele Menschen dieses tolle Angebot annehmen werden.

Radwegnetz wichtig für Region

Mit diesem Radwegnetz sei man auf dem besten Weg führend im Radtourismus zu werden, so Sebastian Wittmoser, LEADER-Koordinator im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim. Durch die Unterstützung von LEADER, ein EU-Förderprogramm des bayerischen Staatsministerium für ländliche Regionen, stärke man durch dieses Projekt auch die regionale Wirtschaft, die vom Tourismus abhängig sind.

24 Radwegpaten sollen dafür sorgen, dass die geschaffene Qualität auch erhalten bleibt. Denn es wurden knapp 2.600 neue Schilder und knapp 100 Infotafeln angebracht, damit sich die Radfahrer auch unterwegs bestens orientieren können.

Rad Opening Event am 30. Juni

Neben der offiziellen Eröffnung soll es am 30. Juni ein „Anradeln“ geben, um mit den Radfahrern zu feiern. Dort kann man die neuen Radwege ausprobieren und Preise gewinnen. Zusätzlich veranstaltet der Tourismusverband ein Rahmenprogramm am Tüsslinger Schloss mit Open-Air. Der Eintritt hierfür ist frei. Alle Infos dazu findet ihr auf www.inn-salzach.com/events.

jz

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