Dutzende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel

Hochwald und MBM - Jetzt sitzt Ilse Aigner mit im Rettungsboot

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Dutzende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel: Hochwald und MBM - Jetzt sitzt Ilse Aigner mit im Rettungsboot
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Landkreis - Wie geht es weiter im Hochwald-Werk in Weiding und bei der MBM GmbH? Dutzende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. innsalzach24.de hat aktuelle Aussagen dazu.

Vom „Aus für 230 Mitarbeiter“ bei Hochwald/Bärenmarke am Standort Weiding im Landkreis Mühldorf ist seit etwa einer Woche die Rede und davon, dass es auch viele hundert Milchbauern aus der Region hart treffen werde, wenn das Werk mit Ende März 2018 dicht macht. Vertreter aus Lokal-, Regional- bis hin zur Landespolitik äußerten sich besorgt und versprachen Unterstützung bei der Findung einer „für alle Beteiligten tragfähigen Lösung“. Zuletzt versprach die Firmenleitung von Hochwald selbst, sich "für eine gute Lösung“ für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Weiding einzusetzen.

Es geht um dutzende Arbeitsplätze

Hochwald mit dem Bärenmarke-Werk in Weiding ist aktuell nicht das einzige Problem dieser Art. Auch wenn die Umstände andere sind, so stehen bei der Maschinenbau Mühldorf GmbH (MBM) ebenfalls dutzende Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die Firmenleitung hatte am 31.12. letzten Jahres Insolvenz angemeldet. Ende Februar gab die MBM GmbH bekannt, dass man nun auf der Suche nach einem Investor sei.

Die Belegschaft wurde heute darüber informiert, dass mittelfristig 70 Beschäftigte aus Einkauf, Arbeitsvorbereitung, Rechnungswesen und Produktion am Standort Mühldorf verbleiben werden“, schrieb das von MBM beauftragte Pressebüro zum aktuellen Stand. „75 Mitarbeiter werden zum 31. Mai 2017 und weitere 12 Mitarbeiter (werden) zum 30. Juni 2017 gekündigt und gegebenenfalls früher freigestellt.“ 

Die AZUBIs sollen ihre Ausbildung früher beenden können oder würden in Zusammenarbeit mit der IHK anderweitig vermittelt, um zum Abschluss zu kommen. Auf Nachfrage von innsalzach24.de bestätigte der von MBM beauftragte Pressesprecher, dass alle Mitarbeiter Bescheid wissen, ob sie bei MBM bleiben können oder nicht. „Die Karten frühzeitig auf den Tisch legen“ – so quasi – und für Klarheit sorgen.

Hochwald und MBM – gleich zwei „Baustellen“

Am Rande des politischen Aschermittwochs haben sich der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer und der Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber dazu mit der Bayerischen Staatsministerin für Wirtschaft in Passau getroffen: „Besprochen wurden die für 31.3.2018 angekündigte Schließung des Werkes Weiding der Fa. Hochwald, aber auch die Insolvenz und der Arbeitsplatzabbau der Fa. MBM am Standort Mühldorf“, schreibt das Büro der CSU in Altötting in einer Pressemeldung dazu. „Die Wirtschaftsminsterin sagte ihre Unterstützung zu“, heißt es weiter.

Auf die Frage, wie diese Unterstützung aussehen könnte, sagte der dortige Sprecher Walter Göbl gegenüber innsalzach24.de am Montagvormittag, dass es viele Möglichkeiten gebe, wie etwa eine Hilfe bei der Investorensuche. Das Gespräch von Mayer und Huber mit Ilse Aigner sei wichtig gewesen. Gerade in solchen Angelegenheiten müsse die Staatsministerin ausführlich schriftlich auf der einen und im direkten Gespräch auf der anderen Seite informiert werden.

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