FDP-Landratskandidat Peter Corticelli im Interview

"Ich würde nicht antreten, wenn ich mir keine Chance ausmalen würde"

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Peter Corticelli ist Kandidat der FDP für das Amt des Landrats.
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Landkreis Mühldorf am Inn - Im Gespräch mit innsalzach24.de berichtet FDP-Landrats-Kandidat Peter Corticelli über seine Motivation und Pläne: 

Kürzlich gab die FDP bekannt, mit Peter Corticelli ebenfalls einen Kandidaten für das Amt des Landrats zu benennen. Neben ihm treten noch fünf weitere Kandidaten von CSU, SPD, Grünen, AfD und UWG/WGW an. "Ich würde nicht antreten, wenn ich mir keine Chance ausmalen würde", betont Corticelli im Gespräch mit innsalzach24.de. 2014 war die damalige FDP-Kandidatin Loredana Pacello nur auf zwei Prozent der Stimmen gekommen. "Das Ergebnis damals war zweifelsohne der Durstrecke der FDP geschuldet. Aber beispielsweise in Landshut hat es ja in Person von Alexander Putz dann, dank einer gelungenen Wahlkampfstrategie, doch ein Liberaler ins Oberbürgermeister-Amt geschafft." 

Ihm sei aber natürlich bewusst, dass auch wenn er gewählt werden würde, die FDP im Kreistag wahrscheinlich eine Minderheitenposition hätte. "Da gilt es dann mittels eines kooperativen Führungsstils die Themen und Anliegen durchzusetzen", räumt er ein. 

Corticelli: Gegen das Abhängen des ländlichen Raums einschreiten

Hinsichtlich seiner Qualifikationen verweist er auf seine Erfahrungen aus dem Berufsleben."Es gibt ja viele Gemeinsamkeiten in der Arbeit von Unternehmen und Verwaltungen. Und aus der Wirtschaft bringe ich einiges an Wissen über entsprechende Strukturen mit. Vor allem dahingehend, wie man zwischen verschiedensten Abteilungen und Stellen moderiert." Daneben verweise er auch auf seine Tätigkeit beim Verein "Ländliche Liberale Bayern". "Dort kämpfe ich, auf Landesebene, gemeinsam mit Karl Schenk Graf von Stauffenberg für eine Politik, in der der ländliche Raum nicht noch weiter abgehängt wird", bemerkt Corticelli. 

Die Arbeitsplätze seien zunehmen in den großen Städten. Konkret im Landkreis Mühldorf pendelten viele Menschen nach München. "Erst pendeln die Menschen, dann ziehen sie um. In der Folge gibt es auf dem Land immer weniger Schulen, Ärzte, Unternehmen. Das treibt dann noch mehr Menschen in die zunehmend teure Stadt. Dieser Teufelskreis ist nur vor Ort zu durchbrechen." Zusammengefasst würde er seinen geplanten Führungsstil mit "gestalten statt verwalten" auf den Punkt bringen. 

hs

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