Untersuchungen dauern an

A94-Lärmschutz: Wohl kein Pfusch am Bau, aber kein Aus für Tempolimit

Die rechtlichen Vorgaben zum Lärmschutz wurden beim A94-Neubau-Abschnitt offenbar eingehalten. Soviel können die Verantwortlichen schon jetzt sagen. Aussagen zur Lärmbelastungen der Anwohner sind aber noch nicht möglich, damit ist auch das Thema des Tempolimits auf 120 km/h weiter offen.
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Die rechtlichen Vorgaben zum Lärmschutz wurden beim A94-Neubau-Abschnitt offenbar eingehalten. Soviel können die Verantwortlichen schon jetzt sagen. Aussagen zur Lärmbelastungen der Anwohner sind aber noch nicht möglich, damit ist auch das Thema des Tempolimits auf 120 km/h weiter offen.

Mühldorf am Inn - Die beauftragten Baufirmen haben wohl beim A94-Neubauabschnitt die Lärmschutz-Vorgaben eingehalten. Am derzeitigen Tempolimit ändert das aber erstmal nichts.

Ende August gibt es Neues in der Tempolimit-Debatte: Das Tempolimit auf der A94 wird wohl noch bis Ende des Jahres bestehen bleiben. Dies bestätigten nun die zuständigen Behörden.


07. August: A94-Lärmschutz: Wohl kein Pfusch am Bau, aber kein Aus für Tempolimit

„Nach dem aktuellen Stand der von uns durchgeführten Untersuchungen haben die ausführenden Firmen sich beim Bau der Autobahn A94 an die rechtlichen Vorgaben zum Lärmschutz gehalten“, berichtet Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Süd gegenüber innsalzach24.de. Zuvor hatte es Vermutungen mancher Kritiker gegeben, dass der von Anwohnern beklagte Ärger mit Verkehrslärm durch mangelhafte Bauleistungen der Firmen zu Stande gekommen sein könnte. Beispielsweise war eine Überarbeitung des Autobahnbelages, Flüsterasphalt statt Betonplatten gefordert worden.


„Die Untersuchungen laufen ja aber noch zwei Monate weiter. Welche Schlüsse daraus zu ziehen sind, das ist dann außerdem eine Sache der Politik." Wann das Ergebnis der Lärmschutz-Untersuchungen offiziell gemacht werden könnte, sei noch offen. Der Bericht würde zunächst an den Bayerischen Landtag gehen.

Firmen haben bei A94-Neubau-Abschnitt nicht gepfuscht - Am Tempolimit ändert das aber erstmal nichts

Es seien die Höhe der Lärmschutzwand sowie die Lärm-Eigenschaften des Fahrbahnbelags geprüft worden. „Dabei entsprach alles den Vorgaben“, so Seebacher. Es sei auch für die ausführenden Unternehmen vollkommen im eigenen Interesse, solide Arbeit abzuliefern. „Sie sind ja auf Grund ihres Vertrages nicht nur für den Bau, sondern auch den Unterhalt zuständig und verpflichtet, bei jeglichen Mängeln auf eigene Kosten nachzubessern. Dadurch sollten sie ja bereits gezielt motiviert werden, die bestmögliche Leistung zu erbringen!“

117 der 150 Kilometer der A94 sind zwischen München und Pocking seit der Eröffnung des Teilabschnittes zwischen Heldenstein und Pastetten im Oktober 2019 befahrbar. Vor kurzem wurde auch der Vorentwurf zwischen Marktl und Simbach im September genehmigt. Seit der Freigabe des Neubau-Abschnitts gibt es nun Diskussionen um den Lärmschutz. Daraufhin wurde ein temporäres Tempolimit von 120 Stundenkilometern eingeführt, um ein Gutachten zu erstellen. Auch eine Klage gegen das Tempolimit wurde von einer Initiative eingereicht.

Übersichtskarte über den Planungsstand der Gesamtstrecke der A94 (Stand 10/2019).

Zur Diskussion um das Tempolimit tragen die aktuellen Ergebnisse außerdem noch nichts bei. „Die Messungen an den Wohnhäusern konnten wegen des Verkehr-Rückgangs während des Lockdowns im Zuge der Corona-Krise ja noch nicht abgeschlossen werden“, so Seebacher. „Da gibt es ganz bestimmte Vorgaben, beispielsweise wie viel Verkehr gerade herrschen muss, wenn gemessen wird. Außerdem muss über bestimmte Zeiträume hinweg immer wieder gemessen werden" Sonst sei das Gutachten nicht aussagekräftig.

hs

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