Gemeinsame Spendenaktion mit der Caritas Mühldorf  

Geschenke an Obdachlose überreicht: „Positiv überrascht, aber die Freude ist riesig“

Sabine Dietrich und Sigita Baika, Caritas-Fachstelle zur Prävention von Wohnungslosigkeit Geschenkübergabe der Spendenaktion an Obdachlose
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Sabine Dietrich (links) und Sigita Baika (rechts) von der Caritas-Fachstelle zur Prävention von Wohnungslosigkeit haben die gesammelten Geschenke der Spendenaktion an Obdachlose übergeben. Diese haben sich sehr darüber gefreut.

Landkreis Mühldorf - Am Mittwoch, 23. Dezember, wurden die Weihnachtsgeschenke, die im Rahmen der Spendenaktion zusammen mit der Caritas gesammelt wurden, an die Bedürftigen in der städtischen Obdachlosenunterkunft in Mühldorf überreicht. Damit hätten die Bewohner nicht gerechnet, umso größer war die Freude darüber. 

„Eine sehr schöne Aktion. Wir haben uns wirklich darüber gefreut“, berichtet eine Anwohnerin der städtischen Obdachlosenunterkunft in Mühldorf nach der Geschenkübergabe gegenüber innsalzach24.de. Viele hätten nicht mit Geschenken gerechnet, v.a. nicht mit solch großen Paketen. „Ich bin positiv überrascht, aber die Freude ist riesig“, so ein weiterer Anwohner.


Gemeinsame Spendenaktion mit der Caritas ein großer Erfolg - 63 Pakete für Bedürftige

Das Geschenk kam für einen Anwohner genau zur richtigen Zeit. „Der Monat neigt sich dem Ende und damit auch das Geld. Da wird es schon immer knapp“, erzählt ein Bewohner. Doch alle waren sehr dankbar über diese Geste. Eine Bewohnerin erwähnte lediglich nebenbei, dass ihr jetzt lediglich noch ein E-Herd fehle.


Insgesamt 63 Pakete konnten die Mitarbeiter der Caritas zusammenstellen. So konnten Geschenke für alle Menschen in Not im Landkreis Mühldorf zusammengestellt werden. So wurden Pakete für Obdachlose ebenfalls an unterschiedliche Gemeinden ausgeliefert. 16 Stück wurden beispielsweise auch in eine ambulante Einrichtung für Suchtkranke übergeben sowie in Flüchtlingseinrichtungen.

Die Pakete wurden sogar nach Geschlecht zusammengestellt. So erhielten Frauen andere Geschenke als Männer.

Große Resonanz - Hoffnung auf ganzjährige Unterstützung

„Manchmal fühlt man sich schon ziemlich vergessen. Aber dies war eine tolle Aktion, besonders zu Weihnachten“, erklärt ein Bewohner. Da die Resonanz auf die Spendenaktion sehr groß war, hoffen die Mitarbeiter der Caritas, dass sie in Zukunft auch unter dem Jahr mehrere Pakete verteilen können. „Ich glaube das Bewusstsein wurde durch die Aktion gestärkt. Es haben auch viele Spender nachgefragt, ob sie öfters helfen können“, schildert Sigita Baika von Caritas-Fachstelle zur Prävention von Wohnungslosigkeit.

„Die Hilfsbereitschaft der Bürger für diese Spendenaktion hat uns schier sprachlos gemacht“, berichtete Franziska Münch vom Caritas Zentrum Mühldorf Anfang der Woche. Kinder, Erwachsene, Senioren und auch Menschen, die selber nur ein kleines Budget haben, hätten Tüten und Pakete vorbei gebracht. „Wir sind sehr gerührt von dieser großen Hilfsbereitschaft!“, so Münch.

Besonders ein Spender stach heraus. „Ein 7-jähriger Junge kam mit seiner Mutter extra aus Simbach angefahren, um zu spenden. Sein größter Weihnachtswunsch war nämlich, dass jeder eine Wohnung hat“, erzählt Baika.

Nahrung, Hygieneartikel, Schutzmasken - aber auch kleine Weihnachtsfreuden

Gefüllt waren die Pakete mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikel, Coronaartikel wie Masken oder Desinfektionsmittel und kleine Weihnachtsfreuden wie Dekoartikel, Taschenwärmer oder Tassen. „Es wurde so viel gespendet, dass wir jetzt sogar noch 20 Not-Pakete übrig haben, die wir an Menschen überreichen können, die in nächster Zeit erst bei uns aufschlagen“, so Baika.

OVB24 hat zu den Geschenken noch zusätzlich Brennholz für die Bewohner der städtischen Obdachlosenunterkunft gespendet, mit dem sie ihre Wohnungen einheizen.

Seit Anfang des Jahres hat das Caritas-Zentrum Mühldorf als Teil der Sozialen Dienste eine Fachstelle zur Prävention von Wohnungslosigkeit gegründet. Neben Baika ist auch Sabine Dietrich Teil des Teams. Für beide war die Spendenaktion ein gelungener Abschluss eines anstrengenden Premierenjahr. Doch das soll noch nicht das Ende sein...

jz

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