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FDP-Heimatabgeordnete besucht Kindergarten

Nur ein Drittel der Kinder werden notbetreut: Kinderwelt in Aschau am Inn im Spannungsfeld Corona

Kinderwelt Aschau
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Wunsch nach Normalität ist in der Kinderwelt Aschau groß (v.l.): Dies berichteten Leiterin Erika Dimarch und Wolfgang Gschlößl, Leiter der Kinderbetreuungseinrichtungen im Pfarrverband Aschau, Kraiburg und Waldkraiburg, der FDP-Heimatabgeordneten Sandra Bubendorfer-Licht.

Bei ihrem Besuch der Kinderwelt „Mariä Himmelfahrt“ in Aschau am Inn stellte die FDP-Heimatabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht ein Spannungsfeld aufgrund von Corona fest.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Aschau am Inn - Kindergarten zwischen Hygienekonzept und Notbetreuung: Interessante Einblicke in die Arbeit der Kindergärten in Zeiten der Corona-Pandemie hat die FDP-Heimatabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht beim Besuch der Kinderwelt „Mariä Himmelfahrt“ in Aschau am Inn erhalten. Wolfgang Gschlößl, Verwaltungsleiter des katholischen Kitaverbunds Aschau, Kraiburg und Waldkraiburg, und Kinderweltleiterin Erika Dimarch berichteten von den täglichen Herausforderungen zwischen den Vorgaben aus dem Sozialministerium und Diskussionen mit den Eltern. „Der Wunsch nach dem Ende der Pandemie und der Rückkehr zur Normalität ist groß“, betonten beide im Gespräch.

Kindergarten im Spannungsfeld von Corona bringt die Betreiber in eine Zwickmühle, wie es Wolfgang Gschlößl und Erika Dimarch täglich erleben: Die Eltern fragen nach einer möglichen Betreuung für die Kinder. „Wir stoßen in Diskussionen mit den Eltern oft an unsere Grenzen“, berichten die Einrichtungsleiter. Für eine Notbetreuung gebe es klare Regeln: Wenn beide Eltern berufstätig sind, das Kind einen Anspruch auf inklusive Betreuung hat oder das aus Kindeswohlgründen aufgenommen werden muss. Rund ein Drittel der sonst etwa 140 betreuten Kinder werden laut Erika Dimarch in sieben Gruppen in der Corona Pandemie mit etwas weniger als den sonst 24 Mitarbeiterinnen betreut. Da die Kinder nicht getestet werden, bestehe große Sorge um das Personal, das nicht angesteckt werden soll. Rund ein Drittel des Personals sei bereits geimpft. Die Vorgaben von oben sind vielfältig: Bereits der 418. Newsletter aus dem Sozialministerium ist während der Corona-Pandemie angekommen. „Es sollten aus den Ministerien klare Regeln kommen, die nicht ständig wechseln. Die Verantwortung sollte nicht von rechts nach links verschoben werden“, wünscht sich Wolfgang Gschlößl, der für sieben Einrichtungen für 760 Kinder mit 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verantwortlich ist. Auf regionaler Ebene läuft die Zusammenarbeit mit Landratsamt, Kommunen, Gesundheits- und Jugendämtern nach seiner Einschätzung hervorragend, wenn es z. B. um Masken, Tests oder der Impfung geht. 

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer wies darauf hin, dass für viele Eltern der Kindergarten nicht den verpflichtenden Charakter der Schule habe. Jedes Kind habe aber nur Chancengleichheit, wenn es von Anfang an gefördert werden kann.

Bildung beginnt nicht erst im Kindergarten

„Wir arbeiten in der gesamten Einrichtung offen und bedürfnisorientiert“, betont Erika Dimarch. Nach dem Morgenkreis und einer individuellen Brotzeit entscheiden die Kinder selbstständig – ihren Interessen und Bedürfnissen entsprechend – welchen Bildungsaktivitäten sie folgen möchten. Dadurch können laut Dimarch die freie Entwicklung und individuelle Entfaltung am besten ausgelebt werden.

Sandra Bubendorfer-Licht führte an, dass sich im Laufe der Zeit die Bedürfnisse der Kinder geändert hätten. Dies konnte Erika Dimarch nur bestätigen: „Bildung beginnt nicht erst im Kindergarten.“ Bereits in der Kinderkrippe würden Weichen gestellt und die Kinder für später gerüstet. Bereits in der gesamten Vorschul-Zeit, die nicht erst im letzten Jahr vor der Einschulung beginnt, werden den Kindern auch emotionale Kompetenzen vermittelt, die für das Selbstwertgefühl eines Kindes und den Übertritt in die Schule sehr wichtig sind. Die fehlende Kindergartenbetreuung während der Corona-Pandemie hat nach Ansicht der Kinderwelt-Leiterin vielen Eltern gezeigt, die selbst die Betreuung übernehmen mussten, was im Kindergarten pädagogisch geleistet werde.

Im Zuge ihrer Forderung nach weltbester Bildung in Deutschland spricht sich Sandra Bubendorfer-Licht für bessere Bezahlung und Ausbildung von Kita-Personal aus. „Kitas sollen unsere Kinder fördern und nicht nur aufbewahren und betreuen.“ Stattdessen sollen auch Sport- und Musikangebote in den Kitabetrieb integriert werden. Dafür sind laut Bubendorfer-Licht Fachkräfte nötig, die zur Anregung und Entwicklung von Kindern ausgebildet sind, die deren Probleme erkennen und Talente fördern. Für diese wichtige Aufgabe müssen Erzieherinnen und Erzieher entsprechend qualifiziert sein und bezahlt werden. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit sich wieder mehr junge Menschen für den Beruf der Erzieherinnen und Erzieher interessieren. „Der Fachkräftemangel wird sich verschärfen“, bestätigen auch die Experten vor Ort.

Sandra Bubendorfer-Licht

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