Tintenfischpilz gefällig?

Exotischer Fund im Landkreis Mühldorf - Der Tintenfischpilz

Der Tintenfischpilz oder auch Alienpilz im Wald im Landkreis Mühldorf/Altöttin
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Ein seltener Fund: Der Tintenfischpilz oder auch Alienpilz

Landkreis Mühldorf / Altötting - Tintenfischpilz? Noch nie davon gehört... Auf einer Pilzwanderung am Samstag, den 19. September wurde nach vielen Jahren wieder eine, hier in der Region eher seltene Pilzart entdeckt. Schwer zu übersehen ist dieser Exot wohl nicht, denn mit seinen roten tentakelartigen Armen erinnert er schon sehr an einen Meeresbewohner.

Zunächst bildet sich ein sogenanntes „Hexenei“, das unter der Erde heran wächst. Aus diesem weißen, kugelartigen Gebilde „schlüpft" bei angemessener Witterung der Fruchtkörper mit mehreren, pink bis rötlich gefärbten, tentakelartigen Armen. Man könnte meinen, dieser Pilz entspringt einem Science-Fiction Film. Nicht zu unrecht wird er auch von einigen als Alienpilz bezeichnet.


Allerdings ist der Tintenfischpilz nichts weiteres als eine harmlose und stinkende Pilzart, die um ca. 1900 von der Südhalbkugel nach Europa eingeschleppt wurde.


Fortpflanzung : In Symbiose mit Insekten

Die einzelnen, relativ empfindlichen Tentakelarme sind mit bräunlich bis schwärzlich gefärbten Flecken, die an Saugnäpfe erinnern, besetzt. Der aasartige Geruch lockt Fliegen und andere Insekten an, die die Sporenmasse fressen und so bei der Verbreitung der Art helfen. Eine perfekte Symbiose also: Die Insekten bekommen Nahrung und die Pilze können sich fortpflanzen.

Nicht zu übersehen und „überriechen“: Mit seinen roten Tentakelarmen und widerlichen Geruch ein besonderer Anblick

Wie erkennt man einen Tintenfischpilz?

Wegen seinen doch sehr auffälligen Eigenschaften kann man diese Pilzart sehr leicht erkennen. Der Tintenfischpilz besitzt insgesamt weißrötliches, zerbrechliches Fleisch. Obwohl er keine Giftstoffe enthält ist der Tintenfischpilz aufgrund seines widerlichen, aasartigen Geruches und (laut verschiedenen Quellen) muffigen Geschmacks definitiv für uns ungenießbar.
Weitere Informationen zur Quelle finden Sie im Online Pilzbuch.

Wo findet man den Pilz?

Doch trotz Geruch ist diese besondere Art schon allein vom Aussehen ein „Spektakel“. Wer Glück hat findet den Folgezersetzer zwischen Sommer und Herbst auf auf Weiden, Wiesen und Parks sowie in Laub-, Nadel- und Mischwäldern. Dort fühlt er sich am wohlsten. Regional ist die Pilzart nach heutigem Stand noch recht selten. In anderen Gegenden allerdings, entwickelt er sich bereits zum Massenpilz.

von Eva-Maria Mayr

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