Private Aktion von betroffenen Gemeindebürgern zwischen Heldenstein und Pastetten

Erneutes Mahnfeuer gegen den Lärm an der A94: „Echte Menschen betroffen“

Betroffene Anwohner protestieren mit einem Mahnfeuer an der A94 gegen den Lärm.
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Am Montag, 14. September, protestierten betroffenen Anwohner mit einem Mahnfeuer an der A94 gegen den Lärm.

Heldenstein/Pastetten – Am neuen Abschnitt der A94 zwischen Heldenstein und Pastetten wurden am Montagabend, den 14. September, entlang der Strecke mehrere Mahnfeuer angezündet. Die betroffenen Anwohner protestieren damit erneut gegen den Lärm.

Am Montag, den 14. September, ab 20.30 Uhr wurden entlang der A94 von Heldenstein bis Pastetten wieder Mahnfeuer angezündet. „An etwa 20 Stellen wurden von betroffenen Gemeindebürgern zusammen mit Familien und Kontaktpersonen privat an gut einsehbaren Stellen oder an Brücken entlang der A94 mit Laternen, Fackeln, Kerzen und Feuern gegen den Lärm den A94 protestiert, um auf die missliche Situation, die durch die hohe Lärmbelastung ausgeht, aufmerksam zu machen“, berichtet Markus Heindl von der Bürgerinitiative gegen den Lärm der A94 gegenüber innsalzach24.de von der Aktion.


Mahnfeuer an der A94 gegen Lärm

Mit diesem Mahnfeuer wollten die Bürger erneut für mehr Lärmschutz eintreten. „Es soll damit auch klar werden, dass echte Menschen und Familien vom Lärm und den Entscheidungen bezüglich der A94 betroffen sind“, so Heindl.


Bereits am 12. Dezember vergangenen Jahres und damit rund zwei Monate nach der Eröffnung des neuen Teilabschnitts der A94 veranstalteten betroffene Anwohner ein solches Mahnfeuer. „Wir haben das Schlimmste befürchtet, aber es ist noch schlimmer eingetreten“, berichtete ein Anwohner damals, der seit 53 Jahren in dieser Gegend wohnt und von seinem Wohnzimmer auf die Autobahn schauen kann.

Tempolimit auf der A94 inzwischen aufgehoben

Daraufhin wurde ein temporäres Tempolimit am 1. Februar 2020 eingeführt, um Lärmmessungen an der A94 durchzuführen. Dieses wurde Anfang September vom Verwaltungsgericht München als rechtswidrig betitelt, sehr zur Freude des Klägers. Bei den betroffenen Anwohnern herrschte dagegen große Enttäuschung und diese bemängelten fehlende Solidarität. Auch unsere Leser sind bei diesem Thema sehr gespalten.

Unabhängig vom Tempolimit gibt es weitere Untersuchungen an der A94. „Die Lärmmessungen an der Fahrbahn wurden im Mai durchgeführt. Die Lärmmessungen an Gebäuden hatten wir bislang coronabedingt zurückgestellt. Diese sollen nun wie geplant ab September stattfinden. Über die Ergebnisse werden wir zu gegebener Zeit den Bayerischen Landtag informieren“, so Corinna Korn, stellvertretende Pressesprecherin des Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr gegenüber innsalzach24.de.

Mit Ergebnissen konkrete Maßnahmen - Beschwerde gegen Urteil offen

„Ich erwarte, dass die Messungen - wie geplant - bis Ende Oktober durchgeführt werden und die Ergebnisse gemeinsam mit den Daten der Überprüfung der Bodenbeläge zügig vorlegt werden, damit anschließend konkrete Maßnahmen für die Anwohner der A94 ergriffen werden können“, betonte zuletzt Staatssekretär Stephan Mayer nach der Aufhebung des Tempolimits.

Auf Nachfrage bei der Autobahndirektion Südbayern von innsalzach24.de gab es bezüglich einer Beschwerde gegen das Urteil am Montag, den 15. September, noch keine finale Entscheidung. Die Frist endet am kommenden Freitag, den 18. September.

jz

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