Sonderausgaben für den Landkreis

Corona-Teststation und Contact Tracing Teams: Das sind die Kosten für Mühldorf

Die Corona-Teststation in Mühldorf war Vorgabe der Bayerischen Regierung. Der Landkreis rechnet trotz einer vollen Kostenübernahme nur mit 80-prozentigen Erstattung.
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Die Corona-Teststation in Mühldorf war Vorgabe der Bayerischen Regierung. Der Landkreis rechnet trotz einer vollen Kostenübernahme nur mit 80-prozentigen Erstattung.

Landkreis Mühldorf – Landrat Max Heimerl berichtete in der Kreistagssitzung vom Freitag, 23. Oktober, über die Sonderausgaben für die Errichtung und den Betrieb der Teststation sowie für den Ausbau sogenannter Contact Tracing Teams (CTT) zur Bewältigung der Corona-Pandemie.  

Beide Punkte waren Vorgaben der Regierung. Jeder Landkreis musste bis zum 1. September eine Teststation einrichten, um die Herausforderungen aufgrund der Reiserückkehrer oder auch mit Blick auf den Regelbetrieb in Schulen zu bewältigen. Auch der Ausbau der Contacht Tracing Teams (CTT) zur Ermittlung von Kontaktpersonen oder Umsetzung der Quarantänemaßnahmen ist ein entscheidender Baustein im Kampf gegen Corona in Bayern.


Corona-Teststation und Contact Tracing Teams: Das sind die Kosten für den Landkreis Mühldorf

Das Testzentrum auf dem Mühldorfer Volksfestplatz wurde pünktlich zum 1. September eröffnet. Der Freistaat Bayern kündigte zwar an 100 Prozent der Kosten für die Einrichtung und den Betrieb zu übernehmen. Allerdings reche der Bayerische Landkreistag nicht damit, dass am Ende der gesamte Betrag erstattet wird. „Auch der Kämmerer rechnet eher mit 80 Prozent“, so Landrat Max Heimerl.


Insgesamt wird mit Ausgaben in Höhe von rund 182.000 Euro für den Zeitraum von Anfang September bis Ende des Jahres gerechnet. Dabei sind Personalausgaben, die Anmietung von drei Bürocontainern und Toilettenwagen, Sicherheitsdienst, Reinigung, Heiz- und Stromkosten sowie Einrichtungskosten enthalten. Der Eigenanteil beträgt somit rund 36.000 Euro

Bei CCT wird nur das Personal vom Freistaat übernommen

Etwas anders gestaltet sich die Auflistung bei den CTT. Das Personal, bis zu 20 Personen, wird vom Freistaat zur Verfügung gestellt, um das Gesundheitsamt zu unterstützen. Entscheidend für die Eindämmung ist für die Regierung die schnelle Reaktion auf neue Fälle, das nur mit genügend Personal bewältigt werden kann.

Den Sachaufwand wie etwa Raummiete einschließlich der notwendigen Büro- und EDV-Ausstattung hat der Landkreis zu tragen. Hierbei kalkuliert das Landratsamt mit Eigenkosten von rund 126.000 Euro.

Da die Räumlichkeiten hierfür nur temporär benötigt werden, habe man sich für einen angemieteten Behelfsbau auf den Parkplätzen hinter dem Schulamt entschieden. Die Mietdauer läuft vorerst bis zum 31. Januar 2022 und wurde zum 1. Oktober bezogen.

jz

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